Deutschland stärkt die mutige Selbstverteidigung der Ukraine

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Ukraine – 10 Jahre Maidan Deutschland stärkt die mutige Selbstverteidigung der Ukraine

Solidarität und tiefe Verbundenheit mit der Ukraine – die drückte Verteidigungsminister Pistorius am Maidan-Platz in Kiew aus. Dort gedachte er der „Helden des Maidan“. Kanzler Scholz bezeichnete den Maidan als Symbol für Freiheit, Demokratie und Souveränität.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius an der Gedenkstätte für die „Helden des Maidan“.

Verteidigungsminister Pistorius an der Gedenkstätte am Maidan-Platz in Kiew.

Foto: AFP/Getty Images

Vor zehn Jahren begannen in der Ukraine am „Platz der Unabhängigkeit“ pro-europäisch ausgerichtete Proteste. Diese markierten den Auftakt des Engagements der ukrainischen Bevölkerung für eine freiheitliche, demokratische Ukraine. „Vor zehn Jahren sind wir Augenzeugen, Zeitzeugen geworden, dessen was hier passiert ist und was heute nachwirkt,“ sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius am Dienstag bei einem Besuch in Kiew. Seit fast eindreiviertel Jahren kämpfen die Ukrainer wieder um ihre Freiheit, in diesem Fall gegen einen Angreifer von außen.

„Die Ukraine gehört zu Europa – und wir stehen an ihrer Seite“

„Vor zehn Jahren wurde der Maidan ein Symbol für Freiheit, Demokratie und Souveränität. Der Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer ist unvergessen. Die Ukraine gehört zu Europa – und wir stehen an ihrer Seite“, so Bundeskanzler Olaf Scholz.

Außenministerin Annalena Baerbock erklärte: „Schon vor zehn Jahren war auf dem Maidan zu hören, wie laut das Herz der Ukraine für Europa schlägt – getragen von Mut und Hoffnung auf eine Zukunft in Freiheit. Die Ukrainer haben sich damals für den Weg nach Europa entschieden – heute gehen wir ihn gemeinsam.“ 

Bewunderung für mutigen Kampf

Verteidigungsminister Pistorius zufolge solle sein Besuch Deutschlands „Solidarität und tiefe Verbundenheit und auch unsere Bewunderung für den mutigen, tapferen und verlustreichen Kampf, der hier geführt wird“ ausdrücken. Der Verteidigungsminister sagte der Ukraine zu, dass Deutschland sie weiterhin unterstützen wird.

Zusage weiterer Militärhilfen

Bei Pistorius‘ zweitem Ukrainebesuch als Verteidigungsminister stehen die Ausbildung ukrainischer Soldaten und die Unterstützung durch Waffen im Mittelpunkt der Gespräche mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umerow. Bei dem Treffen teilte Pistorius mit, dass Deutschland weitere Militärhilfen von 1,3 Milliarden Euro bereitstellt. Dazu gehören auch Luftabwehrsysteme vom Typ Iris T-SLM. 

Was geschah auf dem Maidan-Platz?
Auf dem „Platz der Unabhängigkeit“ (ukrainisch Maidan Nesaleschnosti) in Kiew begannen vor zehn Jahren, am 21. November 2013, prowestlich orientierte Demonstrationen für die Unterzeichnung eines Annäherungsabkommens mit der Europäischen Union. Auslöser war die zuvor erfolgte Ankündigung der ukrainischen Regierung, das geplante Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnen zu wollen. Die teils gewaltsamen Proteste führten nach drei Monaten zum Sturz des damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, der daraufhin nach Russland floh. Dutzende Demonstranten und 17 Polizisten wurden erschossen. Als Folge besetzte Russland im Frühjahr 2014 die Schwarzmeerhalbinsel Krim und annektierte diese wenig später. Im Februar 2022 schließlich begann der bis heute andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.