G7-Allianz für Effizienz

Natürliche Ressourcen sparsam nutzen

Um die Ressourceneffizienz in den G7-Staaten voranzubringen, hat Bundesumweltministerin Hendricks eine Allianz der G7-Staaten vorgeschlagen. "Damit alle so leben können wie wir, müssen wir weltweit sparsamer mit unseren Ressourcen umgehen und mit weniger mehr erreichen", sagte sie in Berlin.

Stahlrollen

Effizienter Umgang mit Rohstoffen: Stahl zu produzieren kostet viel Energie.

Foto: Sebastian Bolesch

Im Kontext des deutschen G7-Vorsitzes hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gemeinsam mit dem Wirtschaftsressort zu einer Konferenz nach Berlin eingeladen. Zwei Tage lang diskutieren Vertreter der führenden Wirtschaftsnationen mit Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, wie natürliche Ressourcen effektiver genutzt werden können. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern bringt auch viele wirtschaftliche Vorteile.

G7 als Ideenschmiede

Um das Thema Ressourceneffizienz mit Hilfe der G7-Staaten weltweit voranzubringen, möchte Hendricks eine G7-Allianz für einen schonenden Umgang mit Rohstoffen gründen. Die Staaten sollen sich intensiver über neue Technologien und Ideen austauschen und ihr Wissen bündeln. Auch die Abstimmung von Politik und Wirtschaft wird leichter.

Energieverbrauch steigt

2050 werden rund 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Der Energieverbrauch wird steigen. Auch die Herstellung aller Produkte, die weltweit genutzt werden, kostet Energie und Rohstoffe. Rohstoffe sind jedoch begrenzt. Die Bundesumweltministerin setzt sich dafür ein, beim G7-Gipfel im Juni gemeinsame Vorstellungen zu entwickeln, wie weltweit mit Ressourcen effizienter umgegangen werden kann.

Ressourceneffizienz als Wirtschaftsmotor

Im produzierenden Gewerbe entfallen 45 Prozent der Kosten auf Material und Rohstoffe - mit Abstand der größte Posten. Unternehmen, die Ressourcen sparsam nutzen sind wettbewerbsfähiger, schaffen Arbeitsplätze und schonen die Umwelt.

"Ressourceneffizienz ist eine Schlüsselfrage für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung", betonte Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ein wichtiger Schritt ist dabei auch, das Wirtschaftswachstum vom Rohstoffverbrauch zu entkoppeln. In Deutschland ist dies schon geglückt. Seit 1994 ist die Wirtschaft weiter gewachsen, der Rohstoffverbrauch dagegen sank um 14 Prozent.

Nationale Plattform

Im Rahmen der "Nationalen Plattform Ressourceneffizienz" informiert das Bundesumweltministerium regelmäßig rund 40 Institutionen zum Thema "Ressourceneffizienz". Die Bundesregierung will die Rohstoffproduktivität - ausgehend vom Stand 1994 - bis 2020 verdoppeln. Auf der Frühjahrsagenda 2015 steht unter anderem die Fortschreibung und Weiterentwicklung des "Deutschen Ressourceneffizienzprogramms". Am 17. März nahmen neben Vertretern der Wirtschaft erstmals auch Umwelt- und Verbraucherverbände und Gewerkschaften teil.