G20-Dialog

Natürliche Ressourcen effizienter nutzen

"Wer die Klimaschutzziele von Paris erreichen will, der muss Rohstoffe effizienter verwenden." Das sagte Bundesumweltministerin Hendricks zur ersten Sitzung des G20-Ressourceneffizienz-Dialogs in Berlin. Der Dialog wurde beim G20-Gipfel in Hamburg beschlossen.

Windräder auf blühendem Rapsfeld.

Natürliche Ressourcen weltweit klimaschonend nutzen - ein zentrales Anliegen der G20.

Foto: BMU / Brigitte Hiss

Mit dem neu gestarteten "G20-Ressourceneffizienz-Dialog" wollen sich die G20-Staaten für eine ressourceneffiziente und nachhaltige Weltwirtschaft einsetzen. Das Ziel lautet, nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum zu fördern.

Das ersten Dialog-Treffen in Berlin ist eine der letzten Veranstaltungen während der deutschen G20-Präsidentschaft. Am 1. Dezember 2017 übernimmt Argentinien den Vorsitz der G20 von Deutschland. An dem Treffen sind neben Regierungsdelegationen der G20-Staaten auch Vertreter von Internationalen Organisationen, der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft beteiligt.

Ressourceneffizienz schützt das Klima

Der Weltressourcenrat (International Resource Panel) hat berechnet, dass es mit Ressourceneffizienz und Klimaschutz möglich ist, den globalen Rohstoffverbrauch um 28 Prozent und die Treibhausgasemissionen um über 60 Prozent gegenüber 2015 zu senken.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagte beim Dialogtreffen in Berlin: "Wenn wir natürliche Ressourcen effizienter einsetzen, schonender gewinnen und immer wieder aufs Neue verwenden, dann gewinnt der Klimaschutz gleich mehrfach. Wir verbrauchen weniger Energie und sparen damit CO2 ein. Es landet weniger Abfall auf Deponien und damit weniger Methan in der Atmosphäre. Und wir schützen gleichzeitig wichtige Kohlenstoffsenken wie Wälder und Feuchtgebiete."

Globale Nachhaltigkeitsziele

Die G20 wollen bei der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030, die die Nutzung natürlicher Ressourcen betreffen, enger zusammenarbeiten. Der Weltressourcenrat hat darauf hingewiesen, dass zwölf der 17 Nachhaltigkeitsziele von einem nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen abhängen.

Mit der Agenda 2030 hat die internationale Staatengemeinschaft 2015 erstmalig universelle Ziele für eine weltweite nachhaltige Entwicklung beschlossen. Diese 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

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