70 Jahre Nato

"Der Grundpfeiler unserer Verteidigung"

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedstaaten haben nach ihrer Zusammenkunft in London eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, die "London Declaration". Mit den Präsidenten der Türkei und Frankreichs und dem britischen Premierminister hatte Bundeskanzlerin Merkel zuvor über die Lage in Syrien gesprochen. Auch mit US-Präsident Trump traf die Kanzlerin zusammen. 

Bundeskanzlerin Merkek mit US-Präsident Trump

Kamen am Rande des Nato-Treffens zu einem bilateralen Gespräch zusammen: Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Trump

Foto: Bundesregierung/Denzel

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitgliedsstaaten haben in London eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrem Abschlussstatement die Bedeutung des Bündnisses: "Der Grundpfeiler unserer Verteidigung ist und bleibt die Nato", sagte sie. Bei dem Nato-Treffen sprachen die Staats- und Regierungschefs über zahlreiche außenpolitische Themen. Innerhalb der Nato sei man sich einig, dass der Terrorismus heute der größte Feind sei. 

Grafik zeigt Aufgaben der Nato

In ihrer gemeinsamen Erklärungen haben sich die Nato-Staaten zur transatlantischen Partnerschaft und zur Beistandspflicht nach Artikel 5 bekannt.

Foto: Bundesregierung

70-Jähriges Bestehen gewürdigt

Um das 70-jährige Bestehen und die Bedeutung der Nato zu würdigen, trafen sich am Dienstag und Mittwoch die Staats- und Regierungschefs der 29 Mitgliedstaaten in Großbritannien. Zu dem Nato Leaders Meeting hatte Generalsekretär Jens Stoltenberg nach London eingeladen, wo das Bündnis nach seiner Gründung 1949 seinen ersten Sitz hatte.

Kanzlerin Merkel traf am Mittwoch dort auch US-Präsident Donald Trump. Themen des Gesprächs waren die Lage in Syrien und Libyen, die Sicherheit in Afrika sowie die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Die neue EU-Kommission unter Führung von Ursula von der Leyen könne zu einem neuen Schwung bei den offenen Handelsfragen zwischen den USA und der EU führen, so die Kanzlerin. 

Gespräch über Lage in Syrien

Nach ihrer Ankunft am Dienstag hatte Kanzlerin Merkel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Boris Johnson über die Lage in Syrien gesprochen. Man sei sich einig, dass der Kampf gegen den IS fortgesetzt werden müsse, hatte die Kanzlerin am Dienstagabend nach dem Zusammentreffen gesagt. "Es war ein gutes, ein sinnvolles Treffen, das aber nur der Anfang eines längeren Diskussionsprozesses sein kann."

Video 05:43
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Pressestatement von Bundeskanzlerin Merkel zum Abschluss des Nato-Treffens

Empfang der britischen Königin

Am Dienstagabend nahm die Kanzlerin gemeinsam mit den anderen Staats- und Regierungschefs der Nato an einem Empfang der britischen Königin Elizabeth II. teil. Der Empfang fand im Buckingham-Palast statt. Anschließend folgte ein informeller Empfang auf Einladung von Premierminister Johnson für die Staats- und Regierungschefs an dessen Dienstsitz Downing Street 10.

Hier geht es zur "London Declaration" (Arbeitsübersetzung) PDF, 70 KB, barrierefrei , der gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder. 

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