Muster-Quarantäneverordnung

Neue Regeln für Reisende und Rückkehrer Muster-Quarantäneverordnung

Vorschriften zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands zu erlassen, fällt in die Zuständigkeit der Länder. Um bundesweit weiterhin möglichst einheitliche Regelungen zu gewährleisten, wurde hierzu eine Muster-Quarantäneverordnung des Bundes erstellt.  

Reisende stehen wartend am Flughafen

An der Pflicht, sich nach Einreise aus Risikogebieten in Quarantäne zu begeben, wird grundsätzlich festgehalten.

Foto: picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

Bund und Länder hatten am 27. August 2020 beschlossen, die geltenden Quarantäneregelungen weiterzuentwickeln. Es fällt in die Zuständigkeit der Länder, Vorschriften zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands zu erlassen.

Zeitpunkt des Inkrafttretens: Die Regeln treten zu dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem die Länder ihre jeweiligen Verordnungen anpassen. Auch hier müssen die Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes beachtet werden.

Einreisen aus dem Risikogebiet

Es ist weiter gemeinsames Ziel von Bund und Ländern, dass durch Einreisen nach Deutschland keine neuen Infektionsherde im Inland entstehen.

  • An der Pflicht, sich nach Einreise aus Risikogebieten in Selbstisolation, also Quarantäne zu begeben, wird grundsätzlich festgehalten.
  • Reisende, die aus dem Ausland einreisen und sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem - vom RKI als solchem eingestuften - Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in Quarantäne zu begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten.
  • Außerdem sind Reisende verpflichtet, unverzüglich nach der Einreise die für sie zuständige Behörde zu kontaktieren und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinzuweisen.
  • Die Digitale Einreiseanmeldung ersetzt mit einem digitalen Verfahren die Aussteigerkarte in Papierform. Die neuen Quarantäneverordnungen der Länder sollen auch diese dann - ab dem 8. November 2020 - in Betrieb genommene Anwendung enthalten.

Dauer der Quarantäne

Die Quarantäne endet grundsätzlich frühestens fünf Tage nach der Einreise, wenn der Person ein negatives Testergebnis vorliegt, das bestätigt, dass keine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Dieser Test darf aber frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden und muss nach der Testung zehn Tage aufbewahrt sowie der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorlegt werden. Wenn binnen zehn Tagen nach der Einreise für Covid-19 typische Symptome auftreten, hat die Person zur Durchführung eines weiteren Tests eine Arztpraxis oder ein Testzentrum aufzusuchen.

Grafik zur Muster-Quarantäneverordnung (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

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Ausnahmen von der Quarantänepflicht

Die Muster-Quarantäneverordnung beinhaltet grundsätzliche Regeln, zu denen auch Ausnahmen vorgesehen sind. Die in der Musterquarantäneverordnung geregelten Ausnahmen sind nicht abschließend. Es können bei triftigen Gründen weitere Befreiungen zugelassen werden, über die im Einzelfall entschieden werden muss. Maßgeblich für Einreisende bleiben auch künftig weiterhin die Regelungen der jeweiligen Bundesländer.

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Konkrete Details und Vorgaben können Sie der Muster-Quarantäneverordnung PDF, 285 KB, nicht barrierefrei entnehmen.
Bitte beachten Sie die für Ihr Bundesland geltenden Bestimmungen.

Die Muster-Quarantäneverordnung des Bundes stellt eine gemeinsame Arbeitshilfe für alle Länder dar. Auf dieser Basis sollen die Länder im Rahmen ihrer eigenen Zuständigkeit entsprechende eigene Regelungen erlassen, die allerdings länderspezifisch notwendige Unterschiede aufweisen können.
Im Übrigen gilt generell, dass Personen, die aus Risikogebieten einreisen, verpflichtet sind, einen negativen Coronavirus-Test vorzulegen oder eine Testung zu dulden, wenn das zuständige Gesundheitsamt dies anfordert.

Weitere Informationen zur Digitalen Einreiseanmeldung finden Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums sowie in der Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums.