50 Jahre Filmförderungsanstalt

Motor der deutschen Filmbranche

Am 6. März 1968 wurde die Filmförderungsanstalt gegründet. Nun feierte sie ihr 50. Jubiläum in Berlin. Kulturstaatsministerin Grütters würdigte die FFA als "unverzichtbaren Partner für die Filmpolitik".

Kulturstaatsministerin Monika Grütters und ihr Amtsvorgänger Bernd Neumann.

Kulturstaatsministerin Grütters mit dem Präsidenten der Filmförderungsanstalt, Bernd Neumann.

Foto: FFA

Das Who-is-Who der deutschen Filmbranche gab sich am Dienstagabend im Pierre-Boulez-Saal der Barenboim-Said-Akademie die Ehre: Von Iris Berben über Volker Schlöndorff bis hin zu Wim Wenders - sie alle waren gekommen, um den ältesten Tanker der deutschen Filmförderung gebührend zu feiern.

Gegründet wurde die Filmförderungsanstalt (FFA) zu einer Zeit, in der das aufkommende Fernsehen dem altgedienten Kino den Rang abzulaufen drohte. Um den deutschen (Kino-) Film zu erhalten und wettbewerbsfähig zu machen, errichtete die Bundesregierung damals per Gesetz die Filmförderungsanstalt.

Bringt wirtschaftliche und künstlerische Interessen zusammen

Mithilfe dieser Fördereinrichtung wurden seither große und kleinere Filmerfolge realisiert, das deutsche Kino nicht nur am Leben gehalten, sondern kräftig ausgebaut. Im Ergebnis liegt der deutsche Filmanteil in den Kinos heute bei 20 Prozent.

"Die FFA hat filmkünstlerische wie auch filmpolitische Geschichte geschrieben", betonte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede. "Als Institution, die den Kinofilm als eine der wirkmächtigsten künstlerischen Ausdrucksformen fördert, gestaltet sie Kultur- und Filmpolitik, um wirtschaftliche Interessen und künstlerische Ambitionen in Einklang zu bringen", erklärte die Staatsministerin.

Künstlerische Reflexion stärkt gesellschaftliche Immunabwehr

"Das Kino ist zum Glück, allen Veränderungen in den vergangenen 50 Jahren zum Trotz, immer noch ein Kulturort, der Menschen zum Perspektivenwechsel anregt und aus ihren digitalen Echokammern und Filterblasen holt", betonte Grütters.

So stärke gerade das kreativ-künstlerische Filmexperiment die Fähigkeit einer Gesellschaft zur Reflexion und Verständigung - "und damit gewissermaßen auch die gesellschaftliche Immunabwehr gegen populistische Vereinfacher", fügte Grütters hinzu.

Unverzichtbarer Partner für die Filmpolitik

Gerade die stetige künstlerische Erneuerung des deutschen Films rechtfertige seine gezielte Förderung über die Filmförderungsanstalt, so die Kulturstaatsministerin weiter. "Und natürlich wird Sie ein unverzichtbarer Partner für die Filmpolitik bleiben."

Mit ihrer Expertise wickele die FFA die mittlerweile bundesweit größte Filmförderung ab, die es jemals in Deutschland gegeben habe, erklärte Grütters.

Die Filmförderungsanstalt verwaltet den Deutschen Filmförderfonds (DFFF). Dieser verfügt ab 2018 über ein Volumen in Höhe von 125 Millionen Euro.

Herausforderung Kinodigitalisierung und Medienbildung

Die Staatsministerin für Kultur und Medien hob zudem die Zusammenarbeit zwischen FFA und ihrem Ressort im Rahmen der Kinodigitalisierungsförderung hervor. Gemeinsam hätten BKM, FFA und die Länder dafür gesorgt, dass alle Kinos den Sprung in die digitale Ära schaffen. Dies sei eine bedeutende Investition in die Zukunftsfähigkeit des Kulturguts Film, sagte Grütters.

"Mit Unterstützung der FFA und den Ländern werden wir das Förderkonzept zur Digitalisierung des nationalen Filmerbes zügig umsetzen", stellte die Staatsministerin in Aussicht.

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