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Kanzlerin bei VW in Zwickau

Elektromobilität in Serie

Der Wandel in der Mobilität ist fundamental - das hat Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des VW-Werks in Zwickau betont. Der Autobauer will dort ab 2021 bis zu 330.000 E-Autos pro Jahr produzieren. Um den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur voranzutreiben, investiert die Bundesregierung 3,5 Milliarden Euro.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Werkseröffnung von Volkswagen in Zwickau.

Bundeskanzlerin Merkel im VW-Werk in Zwickau: In der neuen Anlage soll das Elektrofahrzeug ID.3 produziert werden.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Die Bundesregierung fördert den Ausbau und die Attraktivität der Elektromobilität in den nächsten Jahren massiv. So sollen immer mehr elektrische Fahrzeuge auf die Straße kommen. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch des VW-Werks in Zwickau betont. Mit der Rekordsumme von 3,5 Milliarden Euro soll der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur gelingen. 50.000 Ladesäulen für E-Autos sollen besonders schnell zur Verfügung stehen, um eine Verlässlichkeit zu schaffen.

Wichtige Massenproduktion

"Die bisherige Mobilität stößt viel zu viel CO2 aus", betonte Bundeskanzlerin Merkel. Es sei deshalb wichtig, dass die Massenproduktion der Elektromobilität tatsächlich stattfindet. Volkswagen stehe ganz an der Spitze derer, die in die E-Mobilität und alternative Antriebstechnologien investieren, sagte die Kanzlerin.

Größtes E-Auto-Werk Europas

Ab 2021 sollen in Zwickau bis zu 330.000 E-Autos pro Jahr vom Band laufen. Der Standort wird damit zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas. VW-Vorstandschef Herbert Diess sagte: "Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch und sie fängt in Zwickau an."

Kaufpreisprämie wird verlängert

Die Kaufprämie für Elektroautos, der so genannte Umweltbonus als Teil des Klimapakets, habe sich bereits bewährt, sagte die Kanzlerin. Die Bundesregierung habe deshalb den Umweltbonus bis Ende 2020 verlängert und plane ab 2021 eine Anhebung für kleinere Fahrzeuge, wie den neuen Volkswagen ID.3.

Die Kaufprämie beziehungsweise der Umweltbonus beträgt 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Bund und Industrie tragen den Zuschuss je zur Hälfte. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz Bafa. Ihren Antrag können Käufer von Elektro- oder Hybridautos auf der Internetseite des Bundesamtes online stellen.

Klimaschutz, technologische Entwicklungen, die Digitalisierung und Vernetzung bedeuten große Veränderungen für Autohersteller und Kunden auf der ganzen Welt. Der derzeitige Wandel in der Mobilität sei fundamental und vollziehe sich nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern auch auf anderen Märkten der Welt. "Wir werden diesen Wandel am besten bewerkstelligen können, wenn wir einen freien, regelbasierten Handel haben", betonte die Kanzlerin. Dafür setze sich die Bundesregierung auch weiterhin ein.

Spitzengespräch im Kanzleramt

Am Montagabend wird auf Einladung der Bundeskanzlerin die Konzertierte Aktion Mobilität im Bundeskanzleramt erneut über die Zukunft des Automobilstandortes Deutschland beraten. Ziel des Spitzengesprächs ist im Austausch mit Vertretern der Automobilbranche und weiteren Experten, die richtigen Maßnahmen zur Stärkung des Produktions- und Innovationsstandortes Deutschland zu identifizieren.