Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Mehr Wettbewerb bei der Förderung

Statt starrer Fördersätze bekommen Photovoltaik-Freiflächenanlagen nur noch Geld, wenn sie an einer Ausschreibung teilgenommen haben. Das System funktioniert. So der vom Bundeskabinett verabschiedete Erfahrungsbericht.

Ziel ist der kontinuierliche und kostengünstige Ausbau erneuerbarer Energien. Deshalb hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen, die Höhe der Förderung künftig nicht mehr staatlich festzulegen, sondern wettbewerblich am Markt bestimmen zu lassen. Um festzustellen, ob das Verfahren anwendbar ist, wurde 2015 mit einer Pilotphase für Photovoltaikanlagen und drei Ausschreibungsrunden begonnen. Der vorliegende Bericht macht deutlich, dass Ausschreibungen im Bereich erneuerbarer Energien funktionieren.

Gute Ergebnisse bei Pilotprojekt

Das Preisniveau ist von Runde zu Runde gesunken - ein wesentliches Indiz für die Effizienz des Ausschreibungsverfahrens. In allen Ausschreibungsrunden haben sich unterschiedliche Akteure, also Bieter verschiedenster Rechtsformen und Größe beteiligt, von natürlichen Personen bis zu Aktiengesellschaften. Das Ausschreibungsvolumen von insgesamt 500 Megawatt wurde in den einzelnen Ausschreibungsrunden stets überboten.

Wie funktioniert die Ausschreibung?

In dieser ersten Pilotphase ging es um große Solar- und Photovoltaikanlagen auf ehemaligen Tagebaugebieten, aufgegebenen Militärstandorten oder auf Ackerflächen, auf versiegelten Flächen und auf Seitenrandstreifen von Autobahnen und Schienenwegen.

Investoren konnten für eine finanzielle Förderung am Bieterverfahren teilnehmen. Entscheidend für den Zuschlag ist die gebotene Höhe des Fördersatzes. Derjenige, der die niedrigste finanzielle Förderung bietet, erhält den Zuschlag bis das ausgeschriebene Volumen versteigert ist.

Ausschreibungen auch für andere Erneuerbare?

Die Erfahrungen zeigen, dass Ausschreibungen im Bereich erneuerbarer Energien funktionieren, wenn die Ausschreibungsregeln optimal auf die teilnehmende Branche und das Marktsegment angepasst werden. 

Wichtig sind deshalb eine genaue Marktanalyse sowie eine sorgfältige Anpassung der Ausschreibungsregeln auf das jeweilige Marktumfeld. Eine einfache Übertragung der Ausschreibungsregelung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf andere erneuerbare Energien wird nicht empfohlen. 

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