Mit Geduld, Mut und Durchhaltevermögen

Makers of Tomorrow Mit Geduld, Mut und Durchhaltevermögen

Was mit einem Projekt für eine studentische Unternehmensberatung begann, hat sich in kurzer Zeit zum globalen Softwareunternehmen „Celonis“ entwickelt. Dafür braucht es „Geduld, Mut und Durchhaltevermögen“, sagt Bastian Nominacher, einer der drei Mitgründer. Im Online-Studienkurs Makers of Tomorrow verrät er, worauf es beim Gründen ankommt. Ein Portrait.

Porträtbild des Unternehmers Bastian Nominacher

Der Softwareunternehmer Bastian Nominacher nimmt am Projekt „Makers of Tomorrow“ teil, um seine persönlichen Erfahrungen beim Gründen weiterzugeben.

Foto: Deutscher Zukunftspreis /Ansgar Pudenz

Die Bundesregierung will junge Menschen für das Gründen innovativer Unternehmen begeistern. In dem vom Bundeskanzleramt initiierten Online-Studienkurs „Makers of Tomorrow“ sollen sich Studierende deutscher Hochschulen ab dem Wintersemester von erfolgreichen Vorbildern inspirieren lassen. Bundeskanzlerin Merkel sprach bei der Auftaktveranstaltung am 1. Juli 2021 mit den beteiligten Gründerinnen und Gründern aus Deutschland und dem Silicon Valley. Darunter auch der Unternehmer Bastian Nominacher, der in einer Folge von Makers of Tomorrow seine Geschichte erzählt.

Schon als Student Unternehmensberater

Bastian Nominachers Gründungsgeschichte beginnt an der Technischen Universität München. Als er sein erstes Unternehmen berät, ist er noch Student. Parallel zu seinem Finanz- und Informationsmanagementstudium ist er bei „Academy Consult“ aktiv, Münchens größter studentischer Unternehmensberatung. In seinem ersten großen Projekt analysiert und optimiert er die Serviceprozesse des Bayrischen Rundfunks. Der Sender ist begeistert von Nominachers Ratschlägen und empfiehlt ihn an den Siemens-Konzern weiter.

Vom Unternehmensberater zum Softwareentwickler

Auf Basis des erfolgreichen Durchbruchs beim BR programmiert das Team eine  Software, die eine digitale Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen ermöglicht. Im Juni 2011 entscheidet sich das Team zur Gründung des Unternehmens „Celonis“. „Beim Aufbau eines eigenen Unternehmens sind Geduld, Mut und Durchhaltevermögen entscheidend. Deshalb kommt es auch weniger darauf an, ob man aus der Uni herausgründet oder aus einem anderen Umfeld“, sagt Bastian Nominacher.

Im Juni 2021 ist Celonis zum Decacorn geworden – eine Bezeichnung für Firmen mit einem Marktwert von mehr als zehn Milliarden US-Dollar . Mittlerweile beschäftigt Celonis mehr als 1400 Mitarbeitende an seinen 15 Standorten wie auch den Headquarters in München und New York. „Dass der Bayerische Rundfunk und Siemens unsere Technologie damals so frühzeitig eingesetzt haben, Siemens sogar weltweit, hat uns ermöglicht, eine eigene Plattform zu entwickeln und diese dann über tausende von Unternehmen auszurollen“, erinnert sich der Unternehmer.

Bastian Nominacher gründete 2011 mit zwei Studienkollegen das Softwareunternehmen „Celonis“, das seine Kunden bei der digitalen Prozessmoptimierung unterstützt. Er ist IT-Systemkaufmann, hat einen Bachelor in Information Systems and Management, einen Elite-Master in Finance and Information Management sowie eine Zusatzausbildung in „Betrieblichem Datenschutz“. 2019 wurde „Celonis“ mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.

„Breites Know-How“ war wichtigster Erfolgsfaktor

Ihr „breites Know-How habe seinen Mitstreitern und ihm bei der Gründung von „Celonis“ enorm geholfen. „Zu dritt decken wir die Ingenieurswissenschaften, Mathematik, Informatik und kaufmännische Themen ab.“ Die perfekte Teamkonstellation gebe es aber nicht. „Welches Wissen man benötigt, kommt natürlich auch immer auf das jeweilige Projekt an“, erzählt Nominacher.

Was das zukünftige Gründungspotenzial in Deutschland angeht, gibt sich Nominacher optimistisch: „ Es gibt hierzulande fantastische Ausbildungsmöglichkeiten und Deutschland ist in der ganzen Welt für seine starke Ingenieurskultur bekannt. Und man sieht viele großartige Ideen. Die Voraussetzungen hier in Deutschland sind wirklich bestens und haben sich insbesondere in den letzten Jahren äußerst positiv entwickelt.

Die erste Staffel des Online-Kurses „Makers of Tomorrow“ erzählt zehn Gründungsgeschichten. Die Studierenden können dadurch von Vorbildern lernen und erhalten sehr persönliche Einblicke in die Start-Up-Welt. In jeder der 10 Folgen wird ein Schritt auf dem Weg zur Unternehmensgründung thematisiert. In seiner Folge spricht Bastian Nominacher über das Thema „Founding the Company“ (Unternehmensgründung). Der Kurs wird ab Herbst 2021 auf www.makers-of-tomorrow.de abrufbar sein.

 

Das Logo zeigt ein großes, blaues M darunter steht in blau Makers of tomorrow.

Das Projekt „Makers of Tomorrow“ bringt Studierende mit erfolgreichen Gründerinnen und Gründern zusammen.

Foto: Makers of Tomorrow