Landwirtschaft – Basis für globale Stabilität

G20-Agrarministerkonferenz Landwirtschaft – Basis für globale Stabilität

Die G20-Agrarminister haben sich auf einen Aktionsplan zum nachhaltigen Umgang mit Wasser verständigt. Das Treffen der Minister am Sonntag in Berlin markierte den Auftakt der deutschen G20-Präsidentschaft. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt betonte, wie wichtig die Landwirtschaft für den Frieden sei.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt eröffnet das G20-Agrarministertreffen.

Minister Schmidt unterstrich die Verantwortung der Landwirtschaft für den schonenden Umgang mit Wasser.

Foto: BMEL/Thomas Imo/photothek.net

Als ein "gutes und wichtiges Signal" wertete Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die G20-Agrarministerkonferenz in Berlin. Bei dem Treffen handelte es sich um die erste Ministerkonferenz im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft.

Landwirtschaft als Basis für Friedensarbeit

Schmidt betonte die fundamentale Rolle, die der Landwirtschaft bei der Bewältigung globaler Zukunftsaufgaben zufalle – etwa bei der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, dem Klimaschutz oder bei der Bekämpfung von Fluchtursachen. Die Landwirtschaft biete wirtschaftliche und soziale Perspektiven vor Ort und schaffe eine Basis für Friedensarbeit und Stabilität. "Die Landwirtschaft ist damit Teil der globalen Sicherheitspolitik", so Schmidt.

Die G20-Staaten stehen für 90 Prozent der globalen Wirtschaftskraft, zwei Drittel der Weltbevölkerung und 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Sie erzeugen 80 Prozent der weltweit gehandelten Grundnahrungsmittel.

Aktionsplan verabschiedet

Die G20-Agrarminister verständigten sich in Berlin auf einen Aktionsplan zum nachhaltigen Umgang mit Wasser. Da die Landwirtschaft der größte Wassernutzer sei und auch künftig auf ausreichend sauberes Wasser angewiesen bleibe, habe sie eine Verantwortung für den schonenden Umgang mit Wasser. "Das haben wir heute mit unserer gemeinsamen Erklärung unterstrichen", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt.

Mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung gelte es, die Ressourcen noch produktiver, nachhaltiger und verantwortungsvoller einzusetzen, so der Minister weiter. Der Aktionsplan beinhaltet Verpflichtungen, die die Bereiche Politik, Technik, Forschung sowie den Wissens- und Erfahrungsaustausch betreffen.

Digitalisierung birgt großes Potenzial

Große Chancen für den nachhaltigen Umgang mit Wasser liegen in der Digitalisierung. Sie macht es möglich, die Produktivität zu steigern und dabei Ressourcen sowohl effizient als auch umweltschonend zu nutzen. Zudem biete die Digitalisierung große Potenziale "für die Landwirtschaft und die weltweite Ernährungssicherung", betonte Schmidt.

Die Agrarminister haben sich verständigt, die Potenziale der Digitalisierung voll nutzbar zu machen. Es gelte, ländliche Räume digital besser zu erschließen und die Bedürfnisse der Landwirtschaft in diesem Bereich angemessen zu berücksichtigen.

Antibiotikaeinsatz minimieren

Außerdem haben die G20-Agrarminister vereinbart, eine Roadmap für den Ausstieg aus dem Antibiotikaeinsatz als Wachstumsförderer zu erstellen. Dies bedeutet international einen wichtigen Schritt zur Reduzierung von Antibiotikaresistenzen auch beim Menschen. Das gemeinsame Ziel müsse sein, "durch geeignete Tierhaltungs- und Pflanzenproduktionsverfahren den Bedarf für Antibiotikaeinsätze in der Landwirtschaft zu minimieren", so Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt.

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