Gemeinsam für Europa

Merkel empfängt Bundeskanzler Kurz
Gemeinsam für Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren österreichischen Amtskollegen, Sebastian Kurz, zu einem Mittagessen im Kanzleramt empfangen. Die Beziehungen beider Länder, das Budget der Europäischen Union sowie das EU-Asylsystem waren Themen des Gesprächs. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Sebastian Kurz, Österreichs Bundeskanzler.

Bundeskanzlerin Merkel im Gespräch mit ihrem Amtskollegen Kurz: Beim Klimaschutz wollen Österreich und Deutschland gemeinsam auftreten.

Foto: Bundesregierung/Steins

Deutschland und Österreich sind an einer Reform des EU-Asylsystems interessiert. Beide Länder hätten "ein Interesse an einer fairen, aber eben auch an einer insgesamt gerechten Verteilung", betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Österreich und Deutschland seien sich in diesem Punkt sehr einig - ebenso was die Arbeit in den Herkunftsländern, also die Entwicklungszusammenarbeit vor Ort angehe.

Dank für Libyen-Vermittlung

Der österreichische Bundeskanzler dankte der Kanzlerin für das Engagement der Bundesregierung in Libyen. "Wir halten das für ganz wesentlich, denn die Situation dort ist furchtbar", so Kurz. Viel zu lange habe es dort keine positive Entwicklung gegeben. "Insofern sind wir sehr dankbar dafür, dass Deutschland hier die Initiative übernommen hat und aus meiner Sicht auch einen wesentlichen Beitrag zu einer potenziellen neuen Dynamik geleistet hat."

Zukünftiges EU-Budget 

Auch in Sachen Klimapolitik teile man gemeinsame Ziele, sagte Kanzlerin Merkel. Deshalb wolle man diesbezüglich auch gemeinsam auf europäischer Ebene auftreten.

Als sogenannte Nettozahler stimmten sich die Kanzlerin und Kanzler Kurz im Vorfeld des EU-Sonderrats am 20. Februar ab. Dort wird es um den zukünftigen EU-Finanzrahmen gehen. Der Bundesregierung sei unter anderem wichtig, wie die neuen Bundesländer behandelt würden, so Merkel.

Deutschland und Österreich verbinden deutlich mehr als nur die gemeinsame Sprache und die unmittelbare Nachbarschaft: Der kulturelle und gesellschaftliche Austausch ist so breit, wie sonst mit wenigen Ländern.