Kulturstaatsministerin Grütters zum Freiheits- und Einheitsdenkmal

Zur einstimmigen Entscheidung des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag vom heutigen Mittwoch, die Planungen für den Bau des Freiheits- und Einheitsdenkmals zu stoppen, erklärte die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters:

  • Pressemitteilung 106
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

„Die Bundesregierung hat den Haushaltsausschuss über die Kostenentwicklung des Projektes informiert, weil wir für den nächsten Schritt der Projektplanung die Freigabe der Mittel benötigen. Der Bericht des BMF belegt: Auflagen des Landes Berlin in der Baugenehmigung etwa zum Denkmal- und Artenschutz sowie eine notwendige Nachtragsvereinbarung mit dem Büro Milla&Partner haben die jetzt von Bundesbauministerium /Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung bezifferbaren Kosten auf deutlich über zehn Millionen Euro steigen lassen. Dass es zu Kostensteigerungen kommen würde, hatte ich bereits im November 2014 in einer öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses ausgeführt.“

Grütters weiter: „Wenn der Haushaltsausschuss heute die Planung für das Denkmal beendet, dann trifft das vor allem die vielen enthusiastischen Beteiligten und Befürworter, die dieses Denkmalvorhaben initiiert und über die Jahre begleitet haben.“

Grütters betonte: „Ich habe immer auf die zentrale Bedeutung von Mahnmalen hingewiesen. Viele davon erinnern an die Abgründe deutscher Geschichte. Das Freiheits- und Einheitsdenkmal wäre endlich ein Ort gewesen, der sich mit den positiven Aspekten unserer Geschichte befasst. In der Mitte der Hauptstadt gibt es diesen Ort: Das Brandenburger Tor ist das internationale Symbol für die Teilung der Welt in Freiheit und Unfreiheit und ihre glückliche Überwindung. Dieses Bauwerk gilt es deshalb angemessen zu würdigen und entsprechend pfleglich mit seinem Umfeld umzugehen.“

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