Kulturstaatsministerin Grütters vergibt Produktionsförderungen für Kurzfilme

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat 16 Kurzfilmvorhaben mit einem Gesamtbetrag von 230.670 Euro gefördert.

  • Pressemitteilung 115
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Projekte:

“Mein zweites Auge“
Hersteller: Gieren & Saleh Filmproduktion GbR, Düsseldorf
Regie: Ahmad Saleh
Drehbuch: Ahmad Saleh, Saleh Saleh
Fördersumme: 15.000 Euro
Zwei Jungen entdecken eine neue Stadt und verlieben sich in ein Musikinstrument - eine Oud. Der Versuch, sie sich gemeinsam zu erarbeiten bringt sie einander so nah, dass sie eins werden müssen, um diese Prüfung zu bestehen. (Animationsfilm)

“Sex für Lustlose“
Hersteller: Izabela Plucinska, Berlin
Regie und Drehbuch: Izabela Plucinska
Fördersumme: 15.000 Euro
Mit dem Buch “Sex für Dummies“ im Gepäck verbringt das Ehepaar Alice und Henry ein Wochenende in einem lächerlich schicken “Love-Hotel“, um den trostlosen Alltag ihrer 25-jährigen Ehe zu überwinden. Das Paar stolpert über kitschige Massagen und die künstliche Erotik von High Heels in überfällige Gespräche voller aufgestauter Vorwürfe, die plötzlich das Fortbestehen der Ehe in Frage stellen. (Knetanimationsfilm)

“Modern Face“
Hersteller: Ulf Steager Filmproduktion, Kassel
Regie und Drehbuch: Ulf Steager
Fördersumme: 15.000 Euro
Anhand des tiergreifenden Wandels der Eisenbahn wird exemplarisch eine Charakterisierung unserer modernen Zeit mithilfe ihrer äußeren Erscheinungen versucht. Über Animation von Formen, Farben und Strukturen werden die Veränderungen im Großen und Kleinen über die letzten 40 Jahre erkennbar. (Animationsfilm)

“Camera Threat“
Hersteller: Bernd Lützeler, Berlin
Regie und Drehbuch: Bernd Lützeler
Fördersumme: 15.000 Euro
“Camera Threat“ erörtert Fragen über das Filmemachen, das Filmen, die Rolle der Kamera und ihre Wechselbeziehungen mit der Umgebung. Schauplatz sind die glanzlosen Randbereiche der Filmindustrie von Mumbai/Indien. Grenzen des Dokumentarischen und des Fiktionalen werden überschritten. Die Kamera bildet die Schnittstelle zwischen Stadt und Film. (Experimentalfilm)

“Klütz ‘87“
Hersteller: Grit Wißkirchen, Balance Film GmbH, Dresden
Regie: und Drehbuch: Falk Schuster
Fördersumme: 15.000 Euro
Sommer 1987 in der ehemaligen DDR, Familie Hoppe verbringt ihren Urlaub in Klütz und führt darüber ein lebendiges, persönliches Reisetagebuch, das auf größtmögliche Authentizität zielt. Der Film begleitet die Familie zwischen Urlaubsalltag und kuriosen Begegnungen nahe der damaligen innerdeutschen Grenze. (Animierter Dokumentarfilm)

“Trial & Error“
Hersteller: Protoplanet Animation Studio, Berlin
Regie & Drehbuch: Antje Heyn
Fördersumme: 12.494 Euro
“Trial & Error“ ist ein Kurzfilm über einen verloren gegangenen Hemdknopf. Da der Hemdknopf auch nach längerer Suche nicht auffindbar ist, kommt der Protagonist auf ungewöhnliche Lösungsversuche, um den Knopf zu ersetzen. (Zeichenanimationsfilm)

“FOREVER“
Hersteller: Lissi Muschol, Kabinett Filmproduktion GmbH, Berlin
Regie und Drehbuch: Daniel Thomaser
Fördersumme: 15.000 Euro
Der Kurzfilm basiert auf den persönlichen Erfahrungen des Autors, der seit einem Unfall im Sommer 2011 querschnittsgelähmt ist. Der Film ist eine Reise durch einen traumatisierten Körper. Wir werden hineingezogen in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen. (Animationsfilm)

“Bacha Posh – gekleidet wie ein Junge“
Hersteller: Rosenpictures Filmproduktion, Halle
Regie: Yalda Afsah, Ginan Seidl
Drehbuch: Yalda Afsah
Fördersumme: 15.000 Euro
Es ist die Geschichte einer afghanischen Frau, die als Junge aufgezogen, dann als Frau in Afghanistan verheiratet wurde und inzwischen in Europa lebt. (Dokumentarfilm)

“Krieg im Frieden“
Hersteller: Ingmar Böschen, Hamburg
Regie und Drehbuch: Luise Omar
Fördersumme: 15.000 Euro
Eine Frau zwischen Orient und Okzident, zwischen Abbild und Realität, zwischen Flucht und Konfrontation, zwischen dem Krieg in Syrien und Frieden in Deutschland. Ein Film über das Trauma des Zusehens. (Animationsfilm)

“Manivelle“
Hersteller: visual stories GbR, Berlin in Koproduktion mit olivetree productions, Beirut
Regie und Drehbuch: Fadi Baki
Fördersumme: 15.000 Euro
Die Erinnerungen eines Roboters in fast forward: Nach fünf Jahrzehnten im Libanon sucht Manivelle, ein Riesenroboter der für die Ewigkeit gebaut ist, nach seinem letzten Ruheplatz in der bewegten Geschichte des Landes. (Animationsfilm)

“Das größte Puzzle der Welt und die Schnipsel-Maschine“
Hersteller: Salto Film GbR, Berlin
Regie und Drehbuch: Sven O. Hill
Fördersumme: 15.000 Euro
Der Film begleitet eine besondere Abteilung der Stasi-Unterlagen-Behörde. Diese setzt per Handarbeit Millionen von Schnipsel zerrissener Stasi-Akten zu vollständigen Dokumenten zusammen. Jedoch werden sie für alle Akten 700 Jahre benötigen. Was nun? Wer will so lange warten? (Dokumentarfilm)

“Waiting for Harold“
Hersteller: Lauenstein & Lauenstein GbR, Hamburg
Regie: Christoph Lauenstein
Drehbuch: Christoph Lauenstein, Wolfgang Lauenstein
Fördersumme: 15.000 Euro
Sich im Kreis drehend beobachtet die Kamera immer wieder die gleiche Minute im Leben einiger kauziger Passanten. Wenn einer von ihnen wie eine Spielfigur entfernt oder hinzugefügt wird, beeinflusst das den Fortgang der Handlung immer wieder auf überraschende Weise. Ein Spiel mit leisem Humor, das Fragen nach Zufall und Determinismus aufwirft. (Animationsfilm)

“Seil“
Hersteller: Katja Pratschke, Berlin
Regie und Drehbuch: Katja Pratschke, Gusztáv Hámos
Fördersumme: 15.000 Euro
“Seil“ ist ein Versuch Ambrose Bierce Erzählung “An Occurance at Owl Creek Bridge“ zu rekonstruieren. Die Szenerie der Hinrichtung von Peyton Farquahr im Sezessionskrieg wird abstrakt dargestellt. Hierbei wird die filmische Struktur in drei Ebenen aufgeteilt: Inszenierung, Panorama und Versuchsanordnung. (Narrativer Experimentalfilm)

“REFLEX“
Hersteller: Thomas Kutschker, Köln
Regie und Drehbuch: Thomas Kutschker
Fördersumme: 15.000 Euro
“REFLEX“ beschäftigt sich mit dem Wandel unserer Weltbilder und Denkweisen und fragt nach der Richtung der weiteren technischen und gesellschaftlichen Entwicklung am Beispiel des allgegenwärtigen Phänomens der Spiegelungen. (Kurzfilmessay)

„FETT“
Hersteller: Nikolaus Hillebrand und Kyne Uhlig GbR, Köln
Regie und Drehbuch: Nikolaus Hillebrand und Kyne Uhlig
Fördersumme: 8.845 Euro
Ein kurzer provokanter Realtrickfilm zum Thema regenerative Treibstoffquellen – in der hemmungslosen Fantasiewelt von Kindern erdacht. (Animationsfilm)

“I‘m a Stranger Here Myself“
Hersteller: Franziska von Stenglin, Berlin
Regie und Drehbuch John Skoog, Stephen Mosblech
Fördersumme: 14.330 Euro
Thomas kommt nach Bad Vilbel um eine Beziehung mit der jungen, geschiedenen Mutter Irena einzugehen, die er im Urlaub kennengelernt hat. Irena ist unfähig sich Markus, dem übergriffigen Vater ihres Kindes, zu entziehen. Hier beginnt der Film unmittelbar in die Nacht hinab zu steigen. Wo kein Keller ist, ist alles unterkellert. (Experimenteller Spielfilm)

Die Auswahl der Kurzfilmprojekte erfolgte auf Vorschlag der Jury Produktionsförderung B (Kurzfilm). Die Jury tagte in folgender Besetzung: Stephan Winkler, Köln (Regisseur, Produzent), Maike Mia Höhne, Hamburg (Produzentin, Autorin, Regisseurin), Anna Hoffmann, Berlin (Programmkoordination Internationales Forum des jungen Films) und Dr. Cathy de Haan, Leipzig (Autorin, Dramaturgin, Produzentin).

Kontakt/Information:
Filmreferat des BKM, Telefon: 0228-99 681 3449, Fax: -53449,
E-Mail: K35@bkm.bmi.bund.de
Pressestelle BKM, Telefon: 030-18-272-3281, Fax: -3259,
E-Mail: pressestelle-bkm@bpa.bund.de

Beitrag teilen