Bei der Präsentation einer Studie zur Situation von Frauen in Kultur und Medien hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters angekündigt, zu einem Runden Tisch „Frauen in Kultur und Medien“ einzuladen. Dort sollen Ideen entwickelt werden, wie die Chancengleichheit für Frauen und Männer in den Kreativbranchen verbessert werden kann. Langfristig erhoffe sie sich auch einen höheren Anteil an von Frauen geprägter Kunst.

Die Kulturstaatsministerin sagte vor rund 200 geladenen Gästen: „Von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern kann auch in der Kultur immer noch keine Rede sein. In Museen hängen nach wie vor überwiegend Werke männlicher Künstler - und das liegt sicher nicht daran, dass Frauen nicht malen könnten … Auch in der Film- und der Musikbranche sind Frauen in der Minderheit. Die Ursachen dafür sind vielfältig; wir kennen sie aus anderen gesellschaftlichen Bereichen: Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören genauso dazu wie Rollenstereotype, die vor allem Männern relevante Qualitäten wie Kreativität und Schaffenskraft, Durchhaltevermögen und Leidenschaft zuschreiben. Künstlerinnen können ein Lied davon singen. So vielfältig die Gründe sind – ihre Überwindung erfordert die Anstrengung aller gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen – damit Kultur und Medien ihrem Selbstverständnis als gesellschaftliche Avantgarde tatsächlich gerecht werden.“

Die vom Deutschen Kulturrat erstellte Studie „Frauen in Kultur und Medien – Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge“ wurde aus Mitteln der BKM gefördert. Untersucht werden darin Tendenzen und Veränderungen zur Geschlechtergerechtigkeit im Kultur – und Medienbereich über einen Zeitraum von 20 Jahren.

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