Neuer Ehrenamtspreis stärkt jüdisches Leben in Deutschland

Jüdisches Leben sichtbarer machen Neuer Ehrenamtspreis stärkt jüdisches Leben in Deutschland

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, lobt in diesem Jahr zum ersten Mal einen Preis für ehrenamtliches Engagement für jüdisches Leben in Deutschland aus. Die Auszeichnung soll gerade jungen Menschen in Deutschland Ansporn sein, sich näher mit jüdischem Leben zu beschäftigen.

Schüler der Talmud Tora Schule in Hamburg mit Kippa

Zur Bewerbung aufgerufen sind alle, die sich mit heutigem jüdischen Leben in Deutschland beschäftigen und zur Sichtbarmachung jüdischer Stimmen und Perspektiven in unserem Land beitragen wollen – also auch Schüler oder Schulklassen, die sich ehrenamtlich engagieren.

Foto: picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt

Jüdisches Leben in Deutschland ist äußerst vielfältig und bereichert in vielen gesellschaftlichen Facetten unser Land. Dahinter stehen oft Initiativen und ehrenamtliches Engagement, die sich um Sichtbarmachung jüdischen Lebens bemühen.

„Diese Leute habe ich im Blick, und es gibt sie wirklich überall in Deutschland. Sie möchte ich motivieren, diese wichtige Arbeit für unsere Gesellschaft weiter zu leisten“, betont der Beauftragte der Bundesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein.

Gefördert werden Projekte, Initiativen und Vorhaben, die zur Sichtbarmachung und Stärkung jüdischen Lebens beitragen. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: Eine Kategorie richtet sich an junge Menschen unter 27 Jahren und die andere besitzt keine Altersbeschränkung. Beide Preiskategorien sind mit je 5.000 Euro dotiert.

Wer kann sich bewerben?

Zur Bewerbung aufgerufen sind alle, die sich mit heutigem jüdischem Leben in Deutschland beschäftigen und zur Sichtbarmachung jüdischer Stimmen und Perspektiven in unserem Land beitragen wollen. Dies betrifft Einzelpersonen, Vereine, Initiativen und Gruppen wie beispielsweise Schulklassen oder Schulen, die überwiegend ehrenamtlich aktiv sind.

Welche Voraussetzungen müssen Projekte erfüllen?

Projekte sollten jüdisches Leben in seiner Vielfalt zeigen und zum Abbau von Vorurteilen und Klischees beitragen. Sie sollten den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und dazu beitragen, jüdisches Leben als selbstverständlichen Bestandteil in unserer Gesellschaft wahrzunehmen. Die Projekte sollten sich mit religiösem jüdischen Leben in Deutschland auseinandersetzen und zielführende Möglichkeiten zur Wissensvermittlung im Bildungsbereich aufzeigen.

Wie bewerbe ich mich?

Laden Sie das Bewerbungsformular auf der Webseite des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung herunter, füllen Sie es aus und senden Sie es an: „Bewerbung.Ehrenamtspreis@bmi.bund.de“. Über die Zuerkennung des Preises entscheidet eine unabhängige Fachjury. Die Preisverleihung erfolgt voraussichtlich im November 2022 im Rahmen eines Festaktes.

Wann endet die Bewerbungsfrist?

Bewerbungsschluss ist der 31. August 2022.