G7-Fortschrittsbericht 2016

Initiativen zeigen Erfolge

In den Bereichen Gesundheit, Ernährungssicherung, Bildung und Regierungsführung hat die Welt große Fortschritte gemacht. Das sagt der Ise-Shima-Fortschrittsbericht. Staats- und Regierungschefs legten den Bericht im Vorfeld ihres G7-Gipfels in Japan vor.

Blick in eine Textilfabrik in Asien. Hier wird Kleidung im Akkord hergestellt

Die Durchsetzung weltweiter Arbeits-, Sozial und Umweltstandards stand in Elmau erstmals auf der G7-Agenda.

Foto: Gottschalk/photothek.net

Der "Ise-Shima-Fortschrittsbericht" enthält auch die Zusagen des Gipfels auf Schloss Elmau 2015. Hier hatte man unter anderem vereinbart, Frauen bei Selbstständigkeit und beruflicher Bildung zu stärken.

Das Kapitel über Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten ist ebenfalls neu in dem Bericht. Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige Produktion weltweit selbstverständlich zu machen, ist Ziel dieser Initiativen.

Der G7-Fortschrittsbericht erscheint alle drei Jahre. Er enthält alle entwicklungspolitisch relevanten Zusagen, der Staats- und Regierungschefs auf den Gipfeltreffen der letzten Jahre. Der Bericht gibt einen Überblick über Erfolge der G7, weist aber auch aus, wo noch stärkeres Engagement nötig ist.

Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger"

Große Fortschritte hat die G7 in Gesundheit, Ernährungssicherung, Bildung und Regierungsführung gemacht. Ein Beispiel ist die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger". Mit ihr hat das Bundesentwicklungsministerium seine Förderung von Ernährungssicherung, ländlicher Entwicklung und Landwirtschaft bereits deutlich ausgeweitet.

Ziel der Initiative ist, Hunger und Mangelernährung der heute lebenden Menschen zu überwinden. Aber auch die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich künftige Generationen ausreichend ernähren können - trotz wachsender Weltbevölkerung.

Klimarisikoversicherung

Ein weiteres Beispiel ist die Klimarisikoversicherung "InsuResilience". Die G7-Initiative ist auf deutschen Vorschlag hin entstanden und wird ebenfalls im Bericht beschrieben.

Bisher sind weltweit 100 Millionen Menschen gegen die Folgen des Klimawandels versichert. Bis 2020 sollen 500 Millionen Menschen Versicherungsschutz haben, so das erklärte Ziel der G7-Initiative. Öffentliche Mittel der G7-Staaten, aber auch Kapital der Privatwirtschaft sollen dafür zum Einsatz kommen. So will man eine möglichst große Wirkung zu erreichen.

Der "Ise-Shima-Fortschrittsbericht" zeigt: Die G7 bringt viele Entwicklungsziele voran, die seit diesem Jahr auch Teil der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sind.

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