Im Rennen um den Goldenen Bären

Programm der 72. Berlinale Im Rennen um den Goldenen Bären

Die Internationalen Filmfestspiele sollen in diesem Jahr unter strengen Corona-Regeln, aber als Präsenzveranstaltung stattfinden. Dafür hat das Festival ein neues Konzept entwickelt. Welche Filme miteinander um den Goldenen Bären konkurrieren, hat das Leitungsteam inzwischen bekanntgegeben.

Key Visual der 72. Berlinale

Die 72. Berlinale soll vom 10. bis zum 20. Februar 2022 stattfinden.

Foto: Internationale Filmfestspiele Berlin / Claudia Schramke, Berlin

17 Spiel- und ein Dokumentarfilm gehen in diesem Jahr ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Darunter sind Beiträge des Kanadiers Denis Côté, des Südkoreaners Hong Sang-soo, der Französin Claire Denis sowie der Debütfilm der Bolivierin Natalia López Gallardo. Aus Deutschland sind Andreas Dresen und Nicolette Krebitz mit neuen Filmen im Wettbewerb vertreten. Eine internationale Jury unter Vorsitz des Regisseurs M. Night Shyamalan wird über die Bären-Gewinnerinnen und -Gewinner entscheiden.

Auch das Programm der weiteren Sektionen – von Encounters über Berlinale Series bis hin zu Panorama und Generation – ist inzwischen bekanntgegeben worden. Am 1. Februar wird das vollständige Programm online veröffentlicht. Der Ticketverkauf startet am 7. Februar.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin sind eines der bedeutendsten Filmfestivals der Welt und das größte Publikumsfestival im Filmbereich. 

Präsenzfestival mit neuem Konzept

Die Internationalen Filmfestspiele sollen vom 10. bis zum 20. Februar vor Ort in den Berlinale-Spielstätten stattfinden. Damit dies unter den Pandemiebedingungen möglich ist, hat die Berlinale ein neues Konzept für das Präsenzfestival entwickelt. Es basiert auf den bereits entwickelten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die nach den jüngsten Beschlüssen des Bundes und des Berliner Senats nochmals überprüft wurden.

Bei allen Veranstaltungen haben die Sicherheit des Publikums und die strenge Einhaltung der geltenden Hygiene-Regeln Priorität. Alle Vorführungen sind als 2G-Plus-Veranstaltungen mit Masken- und Testpflicht geplant. Die Kinosäle sollen grundsätzlich nur zu 50 Prozent ausgelastet werden.

Gemeinsames Kinoerlebnis in den Berlinale-Spielstätten

Eröffnet wird das Festival am 10. Februar mit dem Wettbewerbsbeitrag "Peter von Kant" des französischen Regisseurs François Ozon. Im Anschluss sollen Filmteams sechs Tage lang die Möglichkeit haben, ihre Filme persönlich in den Berlinale-Kinos zu präsentieren. Auch Auftritte auf dem Roten Teppich sollen am Berlinale-Palast und zu Premieren in eingeschränkter Form möglich sein. 

Die Preisverleihung ist für den 16. Februar geplant. Einen Tag zuvor soll die französische Schauspielerin Isabelle Huppert den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk erhalten. Vom 17. bis zum 20. Februar bekommen Filmbegeisterte schließlich noch einmal Gelegenheit, die Festivalbeiträge für sich entdecken. Der „Publikumstag“ soll dafür in diesem Jahr auf vier Tage ausgedehnt werden. Dank der Reihe „Berlinale goes Kiez“ sind ausgewählte Festivalfilme auch in diesem Jahr wieder dezentral in Programmkinos in Berlin und seinem Umland zu sehen.

European Film Market findet digital statt

Die Festivalformate für das Fachpublikum werden rein digital umgesetzt. Das betrifft sowohl den European Film Market, eine der wichtigsten Filmmessen weltweit, als auch den Berlinale Co-Production Market, Berlinale Talents und den World Cinema Fund Day.   

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