Grütters unterstützt Akademische Förderprogramme zum Kulturerbe der Deutschen im östlichen Europa

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, fördert im Rahmen der Akademischen Programme zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa zwölf Forschungsprojekte an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen.

  • Pressemitteilung 6
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Monika Grütters erklärte: „Die reiche Kultur und die lange Geschichte der Deutschen im östlichen Europa sind Teil unserer Identität und inzwischen auch ein verbindendes Element in einem gemeinschaftlichen Europa. Es ist wichtig, dieses Erbe zu bewahren, zu erforschen und insbesondere für kommende Generationen lebendig zu halten. In unserer aktuellen Förderkonzeption haben wir den Fokus bewusst auf die europäische Integration gerichtet. Angesichts der zunehmenden Europaskepsis in einigen europäischen Ländern ist das heute wichtiger denn je.“

Die Akademischen Förderprogramme, die bereits zum fünften Mal aufgelegt wurden, haben mit der Ausschreibung 2017 bis 2020 zwei Schwerpunkte: Das erste Forschungsprogramm hat die materielle Überlieferung der Deutschen im östlichen Europa im Blick. Dazu zählen z.B. Baudenkmäler, Objekte der Kunst sowie Archiv- und Buchbestände. Das zweite Forschungsprogramm stellt das deutsch-jüdische kulturelle Erbe im östlichen Europa in den Mittelpunkt. Es werden Projekte zu dieser komplexen Beziehungsgeschichte als auch zu deutsch-jüdischen Lebenswelten gefördert.

Die Höchstdotierung für Forschungsprojekte beträgt 80.000 Euro. Zu den ausgewählten Projekten zählen beispielsweise eine Untersuchung der Universität Tübingen zum schwäbischen Kulturerbe in Georgien und der Universität Heidelberg zu Tages- und Wochenzeitungen der Deutschen in Rumänien (1949-1992). Das Simon-Dubnow-Institut Leipzig geht den Spuren deutsch-jüdischer Lebenswelten des östlichen Europa nach, und die Universität Mainz analysiert das Thema „Deutsche und Juden in Lettland in der Zwischenkriegszeit“.

Die Bundesregierung fördert auf der Grundlage des § 96 Bundesvertriebenengesetz vielfältige Institutionen und Projekte, die das deutsche Kulturerbe in historischen Regionen des östlichen Europa wie zum Beispiel Böhmen und Mähren, Ostpreußen, Schlesien oder Siebenbürgen erhalten, vermitteln und erforschen. Dazu gehört die Unterstützung von Archiven, Museen und Bibliotheken, Wissenschaft und Forschung sowie von Projekten der kulturellen Vermittlung.

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