Glanzvolles Comeback

Neue Nationalgalerie Glanzvolles Comeback

Seit 2014 war die Neue Nationalgalerie geschlossen. Doch bald kann die Kunst wieder in das ikonische Museumsgebäude von Mies van der Rohe einziehen. Bei der Schlüsselübergabe dankte Kulturstaatsministerin Grütters insbesondere dem Architekturbüro von David Chipperfield für die „originalgetreue Sanierung des Gebäudes mit Umsicht und viel Liebe zum Detail“.

Die sanierte Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Berlin

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum in Berlin erstrahlt im neuen Glanz.

Foto: BBR / Marcus Ebener / Ludwig Mies van der Rohe

„Mit ihrer großen, lichtdurchfluteten Halle und den Ausstellungsräumen im Untergeschoss erstrahlt die Architekturikone Mies van der Rohes nun in neuem Glanz“, sagte Kulturstaatsministerin Grütters anlässlich der feierlichen Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Pandemie ohne Publikum stattfand. Die Neue Nationalgalerie werde mit ihrer einzigartigen Bauweise, aber erst recht mit ihrem spektakulären Inhalt von August an wieder zu einem Publikumsmagneten des Kulturforums in Berlin werden, so Grütters.

Weitere Kulturbaustelle im Herzen Berlins abgeschlossen

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie sei es gelungen, nach dem Humboldt Forum und der Staatsbibliothek Unter den Linden auch diese bedeutende Kulturbaustelle im Herzen der Hauptstadt fertigzustellen, erklärte die Staatsministerin für Kultur und Medien. Für das Engagement bei der Durchführung der denkmalgerechten Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten dankte sie allen Beteiligten.

Die Generalsanierung der Neuen Nationalgalerie erfolgte im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Das Büro von Star-Architekt David Chipperfield war für die Planung zuständig.

Originalgetreue Restaurierung mit viel Liebe zum Detail

Die Ausstellungshalle und die Innenbereiche der Architektur-Ikone wurden von Grund auf instandgesetzt. Allein die obere Ausstellungshalle erhielt 1.600 Quadratmeter an neuen Glasflächen. Insgesamt über 35.000 Originalbauteile wurden in den letzten Jahren zunächst restauriert und anschließend wieder eingebaut.

Ziel der aufwändigen Sanierung war es, den heutigen technischen Anforderungen im Hinblick auf Klimatisierung, Brandschutz und Sicherheit zu entsprechen. Die Ästhetik des weltberühmten Gebäudes sollte jedoch erhalten bleiben.

Ein Wahrzeichen der Moderne von Ludwig Mies van der Rohe

Die Neue Nationalgalerie in Berlin gilt als Ikone der modernen Architektur. Das Gebäude wurde in den Jahren 1965 bis 1968 nach Entwürfen von Ludwig Mies van der Rohe gebaut. Es ist das einzige Bauwerk des Architekten, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland errichtet wurde.

Bislang wurde in der Dauerausstellung des Museums die bildende Kunst des 20. Jahrhunderts präsentiert. Ab 22. August 2021 wird die Neue Nationalgalerie mit einer neuen Sammlungspräsentation und einer Ausstellung zu Alexander Calder wiedereröffnet.

Die Neue Nationalgalerie gehört zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), einer der größten und bedeutendsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Die Stiftung wird vom Bund und allen Ländern finanziert. Der Bund trägt drei Viertel der laufenden Betriebskosten und in vollem Umfang die Kosten für die Bauinvestitionen.