Gestaltungs- und Handlungsfreiheit erhalten

Landwirtschaft und Ernährung Gestaltungs- und Handlungsfreiheit erhalten

Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich sieht die Stärkung der ländlichen Räume als die zentrale Antwort auf Zukunftsfragen. Die Landwirtschaft spiele eine große wirtschaftliche Rolle in Deutschland - zusammen mit dem Handwerk, den mittelständischen Unternehmen und den freiberuflichen Strukturen.

Auf den Flächen unseres Landes würden Qualitätsprodukte angebaut, so Friedrich im Bundestag während seiner Antrittsrede als Landwirtschaftsminister. Die deutsche Landwirtschaft sowie die deutsche Ernährungsindustrie seien darin führend.

Die Erklärung sieht der Minister nicht nur in guten Böden und guten Wetterverhältnissen. Es läge auch an den unternehmerischen und innovativen Bauern. Ihre Gestaltungs- und Handlungsfreiheit müsse erhalten bleiben.

Da die Bauern die Flächen bewirtschaften, hätten es die Bauern verdient, dafür Direktzahlungen zu erhalten. Damit verteidigte der Minister die Direktzahlungen als eine wesentliche Maßnahme, mit denen die Gemeinsame Agrarreform der EU umgesetzt würde. Denn: "Die ökonomische Basis für Landwirte muss klar und verlässlich sein."

Direktzahlungen sind Leistungen der EU-Förderung an die Landwirtschaft. Sie bemessen sich nach der Flächenausstattung und weiteren Faktoren. Losgelöst von der Produktionsmenge tragen Direktzahlungen zur Einkommenssicherung landwirtschaftlicher Betriebe bei, ohne Fehlanreize zur Überproduktion zu geben. Direktzahlungen stellen zudem einen finanziellen Ausgleich für die hohen Umweltschutz-, Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards in der EU dar.

Tierschutz "Made in Germany"

"Wir sollten stolz sein, dass landwirtschaftliche Produkte "Made in Germany" in Europa und darüber hinaus so stark nachgefragt werden," so Friedrich. Die Bundesregierung plant, noch mehr für das Tierwohl zu tun. Die Bundesregierung stehe dazu im Dialog mit Verbraucherverbänden, erläuterte der Minister. Man habe mit dem Tierschutzbund bereits ein Tierlabel auf den Weg gebracht. Das Ziel müsse sein, Tierschutz "Made in Germany" zum Exportschlager zu machen.

Die Konsumentinnen und Konsumenten hat der Minister dabei fest im Blick: "Der mündige Verbraucher weiß so, was er möchte, was er kauft."

Sicherheit bei Lebensmitteln verbessern

Handlungsbedarf sieht der Minister außerdem darin, die Sicherheit bei Lebensmitteln noch besser gewährleisten zu können. Es könne nicht sein, auf Krisensituationen in Bezug auf Lebensmittel nur zu reagieren. Vielmehr müsse präventiv etwas geschehen. Er wolle dies mit den Ländern erörtern und zusammen mit den Akteuren Vorschläge erarbeiten.

Nicht zuletzt tragen sichere Lebensmittel auch zur gesunden Ernährung bei. Das sei in vielerlei Hinsicht wichtig, wie Friedrich betonte.

Agrarpolitik trägt Verantwortung für Welternährung

Weltweit sieht der Minister die Herausforderung in der Landwirtschaft darin, dass sie künftig viel mehr Menschen ernähren können müsse: "Die Lösung findet zuerst auf den Äckern statt. Die Agrarpolitik hat insofern die Verantwortung für die Welternährung."

Deutschland sieht er dabei gut gerüstet, denn "Deutschland ist stark wegen der starken ländlichen Räume."

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