G7-Gipfel im Fokus

Merkel empfängt Abe G7-Gipfel im Fokus

Beide Seiten wollen ihre Zusammenarbeit noch weiter vertiefen, so Bundeskanzlerin Merkel und der japanischen Ministerpräsident Abe. Auf Schloss Meseberg sprachen sie über die Themen des kommenden G7-Gipfels in Japan: Wirtschaft, Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch das Sozial- und Gesundheitswesen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterhält sich Japans Ministerpräsident Shinzo Abe.

Merkel und Abe nehmen die Gelegenheit auch war, um über bilaterale Fragen zu sprechen.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe befindet sich auf einer Rundreise zu den G7-Partnern. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihn auf Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung, empfangen. Bei dem Treffen ging es vor allem um den kommenden G7-Gipfel. Dieser findet Ende Mai im japanischen Ise-Shima statt. Damit folgt Japan Deutschland, das im Vorjahr die G7-Präsidentschaft innehatte.

Wirtschafts- und außenpolitische Fragen im Mittelpunkt

Im Zentrum der G7-Anstrengungen werde das Thema Wirtschaft stehen, sagte die Bundeskanzlerin nach dem Gespräch mit Abe. So habe man über den Freihandel gesprochen. Japan und Deutschland seien sehr an einem EU-Japan-Freihandelsabkommen interessiert. Freihandelsabkommen förderten das Wirtschaftswachstum. So setze Deutschland auch alles daran, das transatlantische Abkommen möglichst in diesem Jahr fertig zu verhandeln, sagte die Bundeskanzlerin.

Man habe sich auch über außen- und sicherheitspolitischen Fragen ausgetauscht. "Wir stehen gemeinsam im Kampf gegen den Terror", so Merkel. Abe bekräftigte, der Kampf gegen Terrorismus und gewalttätigem Extremismus sei für Japan ein wichtiges Thema.

Deutschland begrüße es, dass Japan seine Rolle bei der Bewältigung von Konflikten ausbauen will. Man sei sich auch einig wie wichtig es sei, Fluchtursachen zu bekämpfen. Japan leiste einen herausragenden Beitrag dabei, Menschen in Syrien und Umgebung zu helfen, lobte die Kanzlerin.

Die Rolle der Frau

Viele Punkte der Agenda wären bereits Themen des G7-Gipfels in Deutschland 2015 gewesen - zum Beispiel die Themen "Frauen", "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und "Rolle der Frau in unseren Gesellschaften". Japan werde sie weiter verfolgen, kündigte die Kanzlerin an. Ebenso Themen wie Gesundheit und Pandemien.

Dem stimmte Abe zu: Beim Gipfeltreffen in Ise-Shima würden Themen wie die Rolle der Frauen oder Fragen des Sozial- und Gesundheitswesens aufgegriffen.

Das Barockschloss Schloss Meseberg in Brandenburg ist das Gästehaus der deutschen Bundesregierung. Es wird auch für Kabinettsklausuren und Konferenzen genutzt. Meseberg liegt rund 70 Kilometer nördlich von Berlin. Schloss, Garten und Park wurden von der Messerschmidt-Stiftung denkmalgetreu restauriert. 2004 überließ die Stiftung der Bundesregierung das Schloss für zunächst 20 Jahre - zum symbolischen Mietpreis von einem Euro. Der erste Gast der Bundesregierung war der damalige französische Staatspräsident Jacques Chirac.