Deutscher Produzententag

Für die Filmkunst made in Germany

Beim Jahrestreffen der Deutschen Produzentenallianz hat Kulturstaatsministerin Grütters angekündigt, den Deutschen Filmförderfonds auf 125 Millionen Euro aufzustocken. Damit stünden für die Produktionsförderung in Deutschland rund 150 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.

Dreharbeiten zum Film 'The Grand Budapest Hotel'.

Damit gute Filme in Deutschland produziert werden, investiert der Bund in die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Foto: picture alliance / dpa

Um gute und auch wirtschaftlich erfolgreiche Filme zu drehen, braucht es Geld - sehr viel Geld. Damit Deutschland als Produktionsstandort gegenüber der internationalen Block-Buster-Konkurrenz wettbewerbsfähig bleibt, hat der Bund die entsprechenden Fördermittel in den vergangenen Jahren bereits deutlich erhöht.

Einen weiteren kräftigen Zuwachs hat Kulturstaatsministerin Grütters bei der diesjährigen Tagung der Deutschen Produzentenallianz in Berlin in Aussicht gestellt.

150 Millionen Euro für den Filmstandort Deutschland

Mit der massiven Aufstockung des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) auf 125 Millionen Euro sowie diversen weiteren Förderinstrumenten stünden allein aus dem Bundeskulturhaushalt insgesamt rund 150 Millionen Euro jährlich für die Produktionsförderung zur Verfügung. Hinzu kommen Förderinstrumente des Bundeswirtschaftsministeriums sowie der einzelnen Bundesländer.

"Damit ist Deutschland im internationalen Standortwettbewerb ganz vorne mit dabei", unterstrich die Kulturstaatsministerin. Mit Blick auf die künftige Filmpolitik des Bundes verwies Grütters - unter Vorbehalt der weiteren Regierungsbildung - auf die im Koalitionsvertrag von CDU und SPD getroffenen Vereinbarungen nach denen "die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Film- und Medienstandortes Deutschland in seiner thematischen und regionalen Vielfalt" auch weiterhin nachhaltig sichergestellt werden solle. Die kulturelle und wirtschaftliche Filmförderung werde demnach mindestens auf dem aktuellen Niveau fortgesetzt, hielt die Staatsministerin fest.

Bestehende Förderinstrumente zusammenführen

Ziel sei es, so Grütters, die bereits bestehenden Förderinstrumente besser aufeinander abzustimmen. Zudem solle auch der vergangenes Jahr eingerichtete DFFF II verbessert werden. "Wir beabsichtigen insbesondere, in beschränktem Umfang Auslandsdreharbeiten als zuwendungsfähig anzuerkennen und die Einstiegsschwelle für deutsche Herstellungskosten für animierte Filme zu senken", so Grütters. Die EU-Kommission muss dem allerdings zustimmen.

Auch auf europäischer Ebene weiter engagiert

Grütters kündigte außerdem die Einführung einer umfassenden Förderung für die Produktion audiovisueller Inhalte an. Der Fokus solle hierbei auf Serien, Animationen, Virtual Reality, High-End TV und VFX liegen. "Um auch den nichtstaatlichen Teil der Finanzierung zu sichern, werde ich mich außerdem auf europäischer Ebene weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die territoriale Vergabe von Lizenzen und ein hohes Niveau beim Urheberrechtsschutz im digitalen Binnenmarkt bestehen bleiben", bekräftigte Grütters.

Filmförderung alles andere als ein Selbstläufer

Die Kulturstaatsministerin machte gleichwohl deutlich, dass die jüngsten Mittelzuwächse in der Filmförderung des Bundes keine Selbstverständlichkeit seien. "Wenn eine Branche derart massiv mit Steuergeld unterstützt wird wie die Filmbranche, dann ist das alles andere als ein Selbstläufer", so Grütters.

Um die politische, aber auch gesellschaftliche Akzeptanz dieser hohen Förderung müsse immer wieder geworben werden - nicht nur seitens der Politik, sondern auch insbesondere seitens der Produzentenallianz, betonte die Staatsministerin: "Ob es im Hinblick auf Vertrauen und Akzeptanz sonderlich hilfreich ist, unmittelbar nach den Gesprächen zum DFFF II via Pressemitteilung erneut das Lied des Untergangs der deutschen Filmwirtschaft anzustimmen, sollte die Förderung nicht auf 35% des German Spend aufgestockt werden, wage ich zu bezweifeln."

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