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Eröffnung der Ausstellung „Deutschland ist keine Insel“ – Sammlung zeitgenössischer Kunst des Bundes – Kaleidoskop gegenwärtiger Kunstpositionen

Anlässlich der (heutigen) Eröffnung der Ausstellung „Deutschland ist keine Insel – Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Ankäufe von 2012 bis 2016“ in der Bundeskunsthalle in Bonn erklärt die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters:

  • Pressemitteilung 56
  • Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

„Die Sammlung zeitgenössischer Kunst des Bundes ist Ausdruck des Selbstverständnisses einer demokratischen Kulturnation. Sie dokumentiert in ihrer Auswahl die zeitgenössische bildende Kunst in Deutschland und ist zugleich ein Spiegel unserer jüngsten Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen. Das zeigt auch die Ausstellung ‚Deutschland ist keine Insel‘ eindrücklich mit ihren vielfältigen Positionen und künstlerischen Ausdrucksformen. Die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik eröffnet einen kulturellen Kosmos, in dem Impulse und Ideen, Anschauungen und Erfahrungen miteinander in Dialog treten. Damit ist sie in gewisser Weise allein durch ihre Existenz und die Bedingungen ihrer Fortschreibung ein politisches Signal, das angesichts einer vermehrt salonfähig zu werden drohenden Fremdenfeindlichkeit, aktueller - und notwendiger - denn je ist.“

Monika Grütters weiter: „Ein Blick auf die Namen der Künstlerinnen und Künstler, die in dieser Ausstellung vertreten sind, offenbart die Vielfalt zeitgenössischer Kunst, die sich aus dem Pluralismus der Kulturen, Weltanschauungen, Religionen und Lebensweisen in unserer Gesellschaft speist. Viele von ihnen sind nicht in Deutschland geboren, doch sie leben und arbeiten hier. Das titelgebende Werk der Ausstellung ‚Ohne Titel (The Island)‘ von Erik van Lieshout ist ein politisches Bekenntnis und eine Kampfansage gegen Abschottung und Ausgrenzung - eine Ansage mit den Mitteln der Kunst.“

Die Ausstellung „Deutschland ist keine Insel - Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Ankäufe von 2012 bis 2016“ zeigt vom 8. März bis 27. Mai rund 150 Werke von 81 Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten innerhalb der letzten fünf Jahre von einer Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik angekauft wurden. Die Auswahl der Werke gibt einen Überblick über die aktuelle Kunstproduktion und umfasst eine breite Palette künstlerischer Ausdrucksformen – von Installationen, Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie, Video und akustischen Arbeiten.

Die 1970 gegründete Sammlung zeitgenössischer Kunst des Bundes mit ihren mittlerweile rund 1.750 Werken wird von der Kulturstaatsministerin verwaltet und betreut. Für Neuerwerbungen und notwendige Restaurierungen stehen aus ihrem Etat jährlich 485.000 Euro zur Verfügung. Zwischen 2012 und 2016 wurden damit 173 Arbeiten für rund 1,7 Mio. Euro erworben.

Weitere Informationen unter: www.bundeskunsthalle.de