Internationaler Tag des Waldes

Erfolgreicher Waldschutz in Deutschland

Der Wald ist wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Gleichzeitig ist er Holzlieferant, Klimaregulator sowie Erlebnis- und Ruheraum für den Menschen. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, den Wald in Deutschland und anderen Regionen auf der Erde zu erhalten oder wiederherzustellen. Mit Erfolg.

Wald

Ohne Wald wäre das Überleben für den Menschen kaum möglich.

Foto: Colourbox

Die Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) hat Ende der siebziger Jahre den 21. März zum "Internationalen Tag des Waldes" ausgerufen. Sie will damit auf die unverminderte globale Zerstörung von Waldflächen hinweisen.

Wald als Lebensgrundlage und Klimaschützer

Deutschland zählt zu den waldreichsten Ländern Europas. Knapp ein Drittel der Landesfläche ist bewaldet, was rund 11,4 Millionen Hektar Wald entspricht. Weltweit gibt es etwa vier Milliarden Hektar Wald. Somit sind 31 Prozent der Landfläche auf der Erde mit Bäumen bedeckt.

Der Wald ist Lebensraum, Lebensmittellieferant, Jagdrevier und damit Lebensgrundlage für viele Millionen Menschen auf der Welt. Ohne Wald wäre das Überleben für den Menschen kaum möglich. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist immens: Etwa 70 Prozent der Arten weltweit leben in den Tropenwäldern.

Wälder sind unsere grüne Lunge. Sie produzieren Sauerstoff und speichern etwa die Hälfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs. Wenn Wälder wachsen, nehmen sie weiteres Kohlendioxid aus der Umgebungsluft auf und speichern es. Damit wirkt Waldwuchs als CO2-Senke. Werden Wälder gerodet oder verrotten, wird der Großteil des Kohlenstoffes als CO2 wieder freigesetzt.

Maßnahmen zum Waldschutz sind wirksam

Jährlich werden Wälder im Umfang von etwa 20 Millionen Hektar vernichtet. Sie müssen weichen zugunsten von Flächen für Ackerbau und Viehzucht oder zur Rohstoffgewinnung.

Zum Vergleich die Situation in Deutschland: Durch Maßnahmen zum nationalen Waldschutz hat die Waldfläche in den vergangenen zehn Jahren um etwa 50.000 Hektar zugenommen. Der Wald in Deutschland wirkt derzeit als CO2-Senke und entlastet die Atmosphäre um circa 52 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Er mindert so die Emissionen in Deutschland um rund sechs Prozent.

Die von Deutschland initiierte "Bonn Challenge" ist eine internationale Initiative zum Wiederaufbau von Wäldern. Verschiedene Länder haben bereits zugesagt, bis 2020 insgesamt 160,2 Millionen Hektar zerstörter Waldflächen wiederherzustellen. Das entspricht einer Fläche viermal so groß wie Deutschland.

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