Tag des offenen Denkmals

Entdecken, was uns verbindet

Mehr als 7.500 Objekte an 2.500 Orten galt es am Sonntag beim 25. Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland zu erkunden. In fachkundigen Führungen, Vorträgen und Ausstellungen konnten die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über den Denkmalschutz in Deutschland erfahren.

Besucherinnen und Besucher informieren sich über archäologische Grabungen im Bereich des 1960 gesprengten Kirchenschiffes St. Marien.

Auch archäologische Ausgrabungsstätten wie hier in Wismar sind am Tag des offenen Denkmals zu bestaunen.

Foto: Thorsten Günter

Am Sonntag öffneten bundesweit wieder Tausende historische Bauten und Stätten zum Tag des offenen Denkmals ihre Pforten. Viele von ihnen sind außer an diesem Aktionstag nicht oder nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ausgerichtet wird der Tag des offenen Denkmals von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Seit 1993 findet er jedes Jahr am zweiten Sonntag im September unter einem anderen Motto statt. In diesem Jahr lautet es: "Entdecken, was uns verbindet".

Wurzeln und Werte erlebbar machen

Ziel der Initiative ist es, das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit für den Erhalt des kulturellen Erbes zu schärfen. Als Teil dieses Kulturerbes wirken Denkmäler nach Ansicht von Kulturstaatsministerin Grütters als "identitätsstiftend – lokal, regional und auch für ganz Deutschland. Unsere gemeinsame Geschichte, unsere gemeinsamen Wurzeln und Werte werden an Kulturdenkmälern ‚hautnah‘ erlebbar."

Obwohl Denkmalschutz und Denkmalpflege vorrangig Sache der Länder sind, war der Erhalt wichtiger nationaler Kulturdenkmäler immer auch ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes.

Europäisches Kulturerbejahr zeigt das Verbindende

Gerade in Zeiten eines tiefgreifenden Wandels unserer gesellschaftspolitischen Ordnung sei es wichtig, so Grütters, "das einigende kulturelle Fundament, nicht zuletzt in Gestalt unserer bedeutenden Kulturdenkmäler, zu schützen. So können wir, trotz aller Unterschiede, unsere Zukunft in einem gemeinsamen Europa gestalten und ausbauen."

Der Bund engagiere sich deshalb gerade auch im Europäischen Kulturerbejahr weiter auf hohem Niveau für national bedeutende Kulturdenkmäler in allen Regionen Deutschlands. "Dieses konstante Engagement des Bundes ist auch ein Signal an Denkmaleigentümer, an Länder und Kommunen, weiterhin als verlässliche Partner für das uns anvertraute baukulturelle Erbe einzutreten", betonte die Kulturstaatsministerin.

Bund fördert Denkmalschutz

Seit Jahrzehnten fördert die Bundesregierung durch das Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" die Sanierung von Baudenkmälern, historischen Parks und archäologischen Stätten. Für Grütters ist dieses Engagement des Bundes für den Denkmalschutz ein "deutliches Signal an Länder, Kommunen und Private: Es lohnt sich, Verantwortung, Kosten und Mühen für das uns anvertraute bauliche Erbe zu übernehmen."

Mit dem Tag des offenen Denkmals leistet die Bundesrepublik Deutschland ihren Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich jährlich im September und Oktober an der Initiative. 1991 wurde sie vom Europarat gegründet und neun Länder, darunter auch Deutschland, nahmen daran teil. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Aktionen in Deutschland.

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