Energieberatertag

Energiesparen lohnt sich

Wie gelingt ein effizienterer Umgang mit Energie? Im Gebäudebereich liegen die größten Einsparmöglichkeiten. Energieberater setzen hier auf den individuellen Sanierungsfahrplan - ihr Instrument für die Beratung vor Ort. Wer selbst ein Zeichen setzen will, kann sich am 24. März an der sogenannten Earth Hour beteiligen.

Strommessgerät

Ein Strommessgerät zeigt an, wie Energie eingespart werden kann.

Foto: Sebastian Bolesch

Die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEe) berichtete auf dem Beratertag über Entwicklungen im Gebäudebereich. Besonders interessierten sich die anwesenden Energieberater für den individuellen Sanierungsfahrplan, das Instrument für die Beratung vor Ort. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellte die Förderprogramme "Marktanreizprogramm" und "Energieberatung Wohngebäude" vor.

Energieeffizienz hilft der Haushaltskasse

Die sauberste und günstigste Energie ist diejenige, die gar nicht erst verbraucht wird. Der effiziente Umgang mit Energie ist deshalb auch ein wesentlicher Baustein der Energiewende. Die Energiewende beruht darauf, das vorgegebene Ziel mit möglichst wenig Energie zu erreichen – und den verbleibenden Bedarf weitestgehend mit erneuerbaren Energien zu decken.

Tipps zum Energiesparen geben Energieberater, aber auch die Verbraucherzentralen. Einfach mal zum Hörer zu greifen oder sich online einen ersten Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen, ist leichter als gedacht.

Mitmachen bei der "Earth Hour"

Eine Gelegenheit zum Energiesparen zusammen mit Millionen anderen Menschen weltweit bietet die sogenannte Earth Hour. Überall auf der Welt machen engagierte Menschen am 24. März von 20:30 bis 21:30 Uhr das Licht aus. Auch in Deutschland beteiligen sich immer mehr Leute an der Aktion. Wären alle deutschen Haushalte dabei, könnten sie nahezu sieben Millionen Kilowattstunden und etwa zwei Millionen Euro einsparen.

Ob Licht oder Kühlschrank, Router oder Heizung – es lohnt, sich über den Energieverbrauch Gedanken zu machen. Wieviel Licht muss wirklich brennen, wie stark muss der Kühlschrank wirklich kühlen? Und muss der Router wirklich angeschaltet sein, wenn man nicht zuhause ist? Wie warm müssen die Räume wirklich sein? Was kann eine Wärmedämmung am Gebäude erreichen, und wieviel warmes Wasser ist wirklich erforderlich?

Deutschland macht’s effizient

2016 startete die Bundesregierung die Kampagne "Deutschland macht’s effizient". Damit will sie aufzeigen, wo und wie Energie eingespart werden kann. So können etwa bei elektronischen Geräten der Energieeffizienzklasse A+++ gegenüber A+ 50 Prozent Strom eingespart werden. Auch bei der Heizung schlummert Einsparpotential. Schließlich sind zehn Millionen Heizungsanlagen in Deutschland bereits älter als zehn Jahre. Viele weisen eine unbefriedigende Energiebilanz auf.

Eine kostenlose Hotline unter 0800 0115 000 informiert über die zahlreichen Fördermöglichkeiten rund um die Energieeffizienz. Praktische Tipps gibt es auf www.deutschland-machts-effizient.de.

Wegen des großen Einsparpotentials hat die Bundesregierung in der vergangenen Legislaturperiode den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) aufgelegt. Jetzt geht es darum, ihn weiterzuentwickeln. Ziel ist es, bis 2020 den Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 um 20 Prozent zu senken.

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