Energieverbrauch

Energieeffizient einkaufen

Ab September dürfen Händler EU-weit keine stromfressenden Staubsauger mehr verkaufen. Das EU-Energielabel zeigt dann auch bei Staubsaugern an, welche Geräte energieeffizient sind und welche nicht. Mittlerweile trägt eine Vielzahl von Produkten das Label. Verbraucher können so besser vergleichen.

Ab September dürfen europaweit nur noch Staubsauger mit weniger als 1.600 Watt verkauft werden. Damit wird der Stromverbrauch in Haushalten weiter gesenkt und Verbrauchertäuschung vermieden. Neben dem Stromverbrauch gibt es auch Vorgaben für die Staubaufnahme, den Geräuschpegel, die Sauberkeit der ausgestoßenen Luft und die Lebensdauer des Geräts.

Die Anforderungen gelten für neu auf den Markt gebrachte Produkte. Geräte die bereits im Handel sind, dürfen weiter verkauft werden.

Noch strengere Vorgaben ab 2017

Ab 2017 sollen Staubsauger sogar nur noch 900 Watt stark sein. Bereits heute existieren Geräte mit weniger als 900 Watt und einer sehr guten Saugleistung.

Die neue Regulierung ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, mit denen EU-weit der Stromverbrauch gedrosselt und die Umweltverträglichkeit gesteigert werden soll. Die Bundesregierung hat die entsprechenden EU-Richtlinien in nationales Recht umgesetzt.

Energieverbrauch schnell erkennen

In Deutschland gibt es verschiedene Energielabel oder Energieetiketten: Mit Plaketten wie dem "EU-Energielabel", dem "Blauen Engel" oder dem europäischen Umweltzeichen können Verbraucherinnen und Verbraucher schnell erkennen, welche Geräte besonders energieeffizient und umweltverträglich sind. Wichtig: Bei Elektrogeräten ist nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch der Stromverbrauch ein wesentlicher Kostenfaktor.

EU-weites Label

Energieverbrauchskennung für Geschirrspüler

EU-Energielabel Geschirrspüler

Foto: Umweltbundesamt

Das einheitlich europaweit geltende EU-Energieeffizienzlabel ist sprachenneutral und gibt den Verbrauchern detailliert Auskunft über die Energieeffizienzklasse: Sie reicht von A (sehr effizient) bis G (wenig effizient). Mithilfe von Piktogrammen erhält man auch Auskunft über den jährlichen Energieverbrauch. Weiterhin über andere produktspezifische Informationen, beispielsweise über den Wasserverbrauch und die Schleuderwirkung von Waschmaschinen. Auf den ersten Blick ist die Energieeffizienzklasse an Buchstaben von A bis G und an den Farbbalken zu erkennen. Grün bedeutet die höchste Effizienzklasse, Rot die niedrigste.

Produktpalette deutlich erweitert

Die EU hat das EU-Label weiter differenziert und die Palette der Produkte, die mit ihm ausgezeichnet werden, erweitert. Denn Haushaltsgeräte sind im Laufe der Zeit deutlich energieeffizienter geworden. Das Energielabel enthält daher eine stärkere Unterteilung innerhalb der einzelnen Klassen: So gilt etwa für Geschirrspüler, Waschmaschinen oder Kühl- und Gefriergeräte A+++ als höchste Energieeffizienzklasse. Bei Fernsehgeräten sind Geräte mit einem niedrigen Energieverbrauch derzeit mit Klasse A gekennzeichnet. Ebenso ab dem 1. September Staubsauger.

Das Label gilt bereits für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Klimageräte, Leuchten und Lampen, Elektrobacköfen und Wäschetrockner. Auch Fernseher und Weinlagerschränke – sowie in Kürze Staubsauger- fallen darunter.

EU-Energielabel demnächst auch beim Online-Kauf

Wer energieverbrauchsrelevante Produkte im Internet anbietet, muss ab 2015 online das zugehörige EU-Energielabel abbilden. Ab diesem Zeitpunkt muss somit das Energielabel auch online mit Etikett und Datenblatt zu sehen sein.

Beitrag teilen