Das sollten Sie wissen

Ein Haustier zu Weihnachten

Es ist der Wunsch vieler Kinder zu Weihnachten: einen kleinen Hund oder eine kleine Katze unter dem Tannenbaum. Doch solch ein Kauf sollte gut überlegt sein. Denn mit einem Tier kommt ein großes Paket Verantwortung ins Haus. Worauf Sie achten sollten.

Tiere sind Lebewesen und keine Spielzeuge oder Accessoires. Aus diesem Grund sollte ein Tierkauf wohl überlegt und nicht leichtfertig getroffen werden. Denn nicht selten werden Tiere nach dem Fest wieder in Tierheime gebracht oder sogar ausgesetzt.

Tierbedürfnissen gerecht werden

Wenn Sie sich für einen Haustierkauf entscheiden, sollten Sie zunächst eine Reihe von Fragen klären, um den Bedürfnissen des Tieres auf Dauer gerecht zu werden:

  • Passen Art, Rasse und Alter des künftigen Haustieres zu den eigenen Lebensverhältnissen?
  • Wie alt und groß wird das Tier?
  • Hat man genug Zeit für die Pflege des Tieres? Und welches Familienmitglied übernimmt dabei welche Aufgaben?
  • Können die Kosten für Futter, Tierarzt, eventuelle Versicherungen und Steuern gezahlt werden?
  • Gibt es in der Familie Allergien gegen Tierhaare?
  • Schränkt der Mietvertrag die Haustierhaltung ein?

Welches Tier passt zu mir? Antworten gibt die Kinderseite " Durchblicker". Hier können Kinder Fragen rund um das Zusammenleben mit dem künftigen Mitbewohner beantworten. Etwa, wie viel Zeit sie haben und ob sie mit dem Tier lieber kuscheln oder toben möchten.

Züchter, Tierheim oder Privatverkauf?

Tiere kauft man am besten im Tierheim oder bei einem richtigen Züchter. Hier findet eine professionelle Beratung statt und Käufer können sicher sein, dass die Tiere gut gehalten und geimpft wurden. Grundsätzlich gilt: Hunde- und Katzenwelpen dürfen erst mit acht Wochen von ihrer Mutter getrennt werden.

Im Tierheim: Die Pflegerinnen und Pfleger im Tierheim kennen Geschichte und Charakter ihrer Schützlinge. So können sie die Kunden auf die Eigenheiten der Tiere vorbereiten. Während mehrmaliger Besuche gibt es Gelegenheit, das Tier kennenzulernen. Wer sich für einen der Vierbeiner entscheidet, sollte diesen am besten nach Weihnachten abholen. Denn die Zeit über die Feiertage ist oftmals unruhig und der tierische Familienzuwachs benötigt in der Anfangszeit viel Zuwendung und Ruhe.

Beim Züchter oder bei Privatleuten: Erwirbt man ein Tier bei Züchtern oder von Privatleuten gilt: Genau hinschauen, wie Muttertier und Junge gehalten werden. Mehrmalige vorherige Besuche sind ebenfalls zu empfehlen. Zum Beispiel können Hunde, die alleine im Zwinger leben, scheu oder sogar aggressiv sein.

Daran erkennen Sie einen guten ZüchterÖffnenMinimieren

Tiere können auch in Zoohandlungen und anderen Geschäften gekauft werden. Die Händler kennen jedoch die Tiere nicht so gut wie Züchter, Privatleute oder das Tierheim.

Vorsicht bei kriminellem Welpenhandel!

Bei Internet- und Zeitungsangeboten und beim Verkauf aus dem Pappkarton oder Kofferraum ist Vorsicht geboten: Der Handel kann sich in kriminellen Händen befinden. Die Tiere sind oft krank, werden gequält und wurden zu früh vom Muttertier getrennt. Wer die Tiere aus Mitleid kauft, unterstützt die kriminellen Händler. Stutzig machen sollten Käufer auch Dumpingpreise. Rassehunde aus seriöser Zucht kosten in Deutschland meist mehr als 800 Euro, Rassekatzen mehr als 500 Euro.

Woran erkenne ich unseriöse Angebote? Wichtige Hinweise zum Tierkauf gibt die Arbeitsgemeinschaft Wühltischwelpen.

Was tut die Bundesregierung für das Tierwohl?

Mit Tieren gut umzugehen, ihnen ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen, ist "eine Frage der Haltung". Mit der Initiative der Bundesregierung " Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl" soll Deutschland zum Vorreiter für Tierwohl werden. Zentrales Ziel ist es, mit einer Mischung aus freiwilligen Vereinbarungen, innovativer Forschung und mit gesetzlichen Regelungen für mehr Tierwohl zu sorgen.

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