Klares Bekenntnis zur EU-Zukunft Albaniens

Ministerpräsident Edi Rama im Kanzleramt Klares Bekenntnis zur EU-Zukunft Albaniens

Deutschland stehe eindeutig zur albanischen EU-Beitrittsperspektive. Das sagte die Bundeskanzlerin beim Besuch des albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama in Berlin. Auch der Wiederaufbau nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr war Thema im Kanzleramt. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama.

Die Europäische Union war ein Thema des Gesprächs zwischen Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Rama im Kanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Es sei ihr ein "besonderes Bedürfnis", anlässlich des Besuches von Ministerpräsident Edi Rama noch einmal an das Erdbeben in Albanien vom 26. November 2019 zu erinnern, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie freue sich, dass die Europäische Kommission für den 17. Februar zu einer Geberkonferenz eingeladen habe, um den Wiederaufbau voranzubringen. "Deutschland wird sich an dieser Geberkonferenz beteiligen", sagte Merkel.

Der 55 Jahre alte Rama amtiert seit September 2013 als Regierungschef Albaniens. Das Balkanland hat zu Jahresbeginn von der Slowakei den Vorsitz der OSZE übernommen.

Reformkurs zur Annäherung an EU fortsetzen

Die Kanzlerin sprach auch über den von Albanien eingeschlagenen Reformkurs. Mit Blick auf die Justizreform sei schon vieles erreicht worden. Sie sei ein "zentraler Baustein" für die Zukunft Albaniens. "Ich will für die deutsche Regierung sagen, dass wir eindeutig zu der EU-Perspektive Albaniens und des gesamten Westlichen Balkans stehen", bekräftigte die Kanzlerin. Deutschland wolle, dass diese Staaten an die EU herangeführt werden.

Beim kommenden Europäischen Rat im März solle es eine Einigung zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Nordmazedonien geben. "Beide Länder haben erhebliches geleistet", würdigte Merkel. Die Zukunft der Westbalkanstaaten in der EU sei auch im Interesse Deutschlands

Zuletzt war Rama im September 2019 zu Gast im Bundeskanzleramt. Während der Westbalkankonferenz in Posen am 5. Juli 2019 würdigte die Bundeskanzlerin, dass es trotz fortbestehender politischer Schwierigkeiten deutliche Fortschritte in der gesamten Region gebe.