Modell Europa Parlament

Die Vielfalt Europas erleben

Wie soll das Europa der Zukunft aussehen? Welche Themen beschäftigen die junge Generation? Mit diesen und anderen Fragen befassen sich mehr als 150 Schülerinnen und Schüler beim 19. Planspiel des "Modell Europa Parlament".

Georg Streiter, stellvertretender Sprecher der Bundesregierung (3.v.l.), im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern während der Eröffnung der Schülersimulation 'Modell Europa-Parlament (MEP) im Bundespresseamt.

Das Bundespresseamt unterstützt auch in diesem Jahr die Eröffnungsveranstaltung des MEP.

Foto: Bundesregierung/Kugler

Keine Generation werde mehr von der Gestaltung Europas bestimmt sein wie die der jungen "Abgeordneten", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter bei der Auftaktveranstaltung im Bundespresseamt am Montag. Er sei daher froh über ihr Engagement und den Willen zur Mitgestaltung. Europa brauche solche engagierten Menschen, um der europäischen Gemeinschaft auch in Zukunft einen Sinn zu geben.

Der Verein "Modell Europa Parlament Deutschland" (MEP) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, für eine Woche in die Rolle von EU-Abgeordneten zu schlüpfen. Das MEP ist eine Simulation des Europäischen Parlaments für Schulgruppen der zehnten und elften Klassen aus Deutschland. Vom 4. bis 9. März hat der Verein Schülergruppen aus jedem Bundesland sowie Gastdelegationen aus Luxemburg, Österreich, Tschechien und Ungarn nach Berlin eingeladen.

Junge "Abgeordnete" debattieren Europa-Politik

In acht Ausschüssen handeln die Jugendlichen gemeinsame Resolutionen aus, um sie in der abschließenden Plenarsitzung zur Abstimmung frei zu geben.

Bei den Debatten in Berlin stehen unter anderem folgende Themen im Mittelpunkt:

  • die Institutionelle Weiterentwicklung der EU,
  • Jugendliche an EU-Politik beteiligen,
  • Fluchtursachen bekämpfen,
  • der Digitaler Binnenmarkt sowie
  • die militärische Zukunft der EU.

Europa besser verstehen

Georg Maxton führte als MEP-Präsident gemeinsam mit Simon Ferel und Anna Boysen Carnicé durch die Auftaktsitzung im Bundespresseamt.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte Maxton an das Europa, in dem die Eltern und Großeltern der Jugendlichen aufgewachsen sind. Mit der Erfahrung von Krieg und Teilung durch den Eisernen Vorhang hätten diese Generationen noch gewusst, "was auf dem Spiel stand". Für die jungen Abgeordneten seien die Einigung und der Frieden in Europa heute nur noch "abstrakt" begreifbar, so Maxton. Das Engagement im "Modell Europa Parlament" solle den jungen Leuten dabei helfen, die europäischen Werte besser zu verstehen.

Zuhören und aufeinander eingehen

Das MEP bietet nicht nur erste Erfahrungen mit der inhaltlichen Arbeit von europäischen Parlamentariern. Die Diskussionen in den Ausschüssen und der Plenarsitzung sollen den Schülern auch zeigen, wie sie eigene Meinungen vertreten und Kompromisse mit anderen Positionen aushandeln können. Maxton forderte die "Delegationen" daher auf, sich gegenseitig zuzuhören und aufeinander einzugehen.

Der Verein "Modell Europa Parlament Deutschland" veranstaltet jedes Jahr eine Simulation des Europäischen Parlaments für Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren. Er gehört zu einem EU-weiten Netz von nationalen "Model European Parliament"- Organisationen. Wie in den Jahren zuvor unterstützt das Bundespresseamt die Veranstaltung.

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