Brüsseler Geberkonferenz für Syrien  

Deutschland gibt 1,44 Milliarden Euro

Deutschland stellte bei der diesjährigen Brüsseler Syrienkonferenz insgesamt 1,44 Milliarden Euro zur Verfügung. Es handelt sich um 500 Millionen Euro für humanitäre Hilfe und 940 Millionen Euro für Entwicklungszusammenarbeit. Angesicht der humanitären Katastrophe in Syrien wurden die Mittel gegenüber 2018 nochmals um 440 Millionen Euro aufgestockt.

In einem großen Konferenzsaal sitzen viele Menschen um runde Tische herum.

Deutschland hat seine Mittel für Syrien nochmals um 440 Millionen Euro aufgestockt.

Foto: European Union 2019

Syrischer Bürgerkrieg geht ins neunte Jahr

Regierungssprecher Steffen Seibert wies in der Regierungspressekonferenz darauf hin, dass der Bürgerkrieg in Syrien nun in sein neuntes Jahr geht. Man müsse mittlerweile von mehreren Hunderttausend Toten ausgehen. Auch die angrenzenden Länder und ihre Gesellschaften würden ebenfalls zutiefst in Mitleidenschaft gezogen. Ihre in friedlichen Zeiten bestehenden Entwicklungsperspektiven wurden beeinträchtigt, ihre Ressourcen über alle Maßen beansprucht.

Einrichtung eines Verfassungskomitees

Seibert: "Die internationale Gemeinschaft darf in ihrem Bemühen um eine Beendigung des Konfliktes nicht nachlassen. Es ist entscheidend, dass der politische Prozesses unterstützt und fortgesetzt wird. Dabei bedarf es des nötigen politischen Willens aller Beteiligten." Ein erster wichtiger Schritt wäre die Einrichtung eines Verfassungskomitees, über dessen Zusammensetzung nun bereits seit gut einem Jahr unter Vermittlung der Vereinten Nationen verhandelt wird.

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