Unesco-Biosphärenreservate

Der Thüringer Wald - ein weltweites Vorbild

Die Unesco erkennt 337 Quadratkilometer des Thüringer Waldes als Biosphärenreservat an - eine doppelt so große Fläche wie bisher. Gleichzeitig lobte sie die Entwicklung des Gebiets als vorbildlich für alle Reservate weltweit. Die Bundesregierung unterstützt Entwicklung und Erhalt der 16 deutschen Biosphärenreservate.

Im inneren Bereich des UNESCO Weltnaturerbes im Nationalpark Hainich, Weberstedter Holz. UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschland“, Thüringen, Natur, Urwald, Wald, Naturschutz, Buchenwald, Nachhaltigkeit, …

Der Thüringer Wald: Für die Unesco ein "Hotspot der biologischen Vielfalt und ein Juwel landschaftlicher Schönheit".

Foto: Burkhard Peter

Der internationale Unesco Koordinierungsrat des Programms "Mensch und Biosphäre" lobte insbesondere den breiten Beteiligungsprozess. Kommunen, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten in drei Jahren den Erweiterungsvorschlag gemeinsam.

Über den Rennsteig die einzigartige Landschaft erleben

Besonders erlebenswert in seiner Schönheit und Besonderheit ist der Thüringer Wald auf dem Fernwanderweg Rennsteig. Der Weg durchquert das Biosphärenreservat Thüringer Wald auf 25 Kilometern Länge. Zwischen Ilmenau, Oberhof, Schleusingen, Suhl und Masserberg ziehen sich die Buchen- und Fichtenwälder des Mittelgebirges. Seltene Tiere wie der Schwarzstorch und der Feuersalamander fühlen sich auf den artenreichen Wiesen und Weideflächen der Täler wohl.

Modellregionen sind beliebte Urlaubsorte

"Biosphärenservate" sind Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung. In ihren Kernzonen herrscht strenger Naturschutz und auf dem Großteil der Fläche ist nachhaltiges Wirtschaften Standard. So helfen die Biosphären dabei, biologische Vielfalt und abwechslungsreiche Landschaften zu erhalten und schaffen regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

Reservate wie das Watt, der Schwarzwald oder der Thüringer Wald sind wegen ihrer besonderen Landschaften auch beliebte Urlaubsregionen. Knapp drei Milliarden Euro Brutto-Umsatz bewirken die rund 65 Millionen Menschen, die die deutschen Biosphärenreservate jährlich besuchen.

Das Unesco-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) gibt es seit mehr als 40 Jahren. Der Internationale Rat des MAB entscheidet jährlich über die Anerkennung von Biosphärenreservaten und überprüft alle zehn Jahre die Qualität der bereits bestehenden Gebiete. Das Bundesumweltministerium leitet das deutsche Nationalkomitee. Es bringt die Entwicklung der 16 deutschen Biosphärenreservate voran. Ihm gehören 17 Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung an.

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