Kabinettklausur in Meseberg

Den Wandel der Arbeit gestalten

Auftakt der Kabinettklausur in Meseberg: Zwei Tage berät die Bundesregierung intensiv über die Schwerpunkte ihrer Politik. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die Zukunft der Arbeit. Ziel ist die Vollbeschäftigung.

Kabinettssitzung in Meseberg.

Welche Chancen bietet die Digitalisierung für Arbeit und Bildung? Darüber diskutierte das Kabinett in Meseberg.

Foto: Bundesregierung/Steins

Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Arbeitsminister Hubertus Heil und der Minister für digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, zogen am Dienstagnachmittag eine erste Bilanz. "Es liegt sehr viel Arbeit vor uns", sagte Altmaier. "Und es ist gut, dass wir jetzt damit beginnen können", ergänzte Heil. Das gemeinsame Anliegen der Großen Koalition ist, dass das gute Wirtschaftswachstum anhält und neue Arbeitsplätze entstehen.

Digitaler Wandel verändert die Arbeit

"Wir alle wissen, dass in den nächsten Jahren die Arbeit in Deutschland nicht ausgehen wird, sondern Digitalisierung neue Arbeit mit sich bringen wird", sagte Heil. Eine gute Bildungs-, Qualifizierungs-und Weiterbildungspolitik wird für die notwendigen Fachkräfte sorgen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Arbeitszeitpolitik. Eines der ersten Gesetzgebungsverfahren wird den Wechsel von Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung erleichtern.

Die Bundesregierung wird sich um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kümmern. Es geht um Bedingungen, die Frauen ermuntern, in höherem Anteil erwerbstätig zu sein. Zugleich sollen Männer partnerschaftlich an der Familienarbeit teilnehmen können.

Als Gäste waren BDA-Präsident Ingo Kramer und der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann zum Austausch nach Meseberg gekommen. Sie hielten Impulsreferate zum Thema "Der Weg zur Vollbeschäftigung".

Investitionen für mehr gute Arbeit

Scheuer betonte die Bedeutung von Investitionen, um das Ziel der Vollbeschäftigung zu erreichen und nannte ein Beispiel: er habe heute Förderbescheide in Höhe von 20 Millionen Euro für Projekte übergeben, die die Elektromobilität fördern.

Das Barockschloss Meseberg liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin. Schloss, Garten und Park wurden von der Messerschmidt-Stiftung denkmalgetreu restauriert. Seit 2007 nutzt die Bundesregierung das Schloss als Gästehaus. Immer wieder sind hochrangige Politikerinnen und Politiker aus dem In- und Ausland zu Gast. Für Klausurtagungen hat die Bundesregierung das Haus zuletzt im Januar 2014 und im Mai 2016 genutzt.

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