Deutscher EngagementTag

Demokratie lebt vom Mitmachen

Hilfsbereitschaft und Engagement - wie können Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft diese stärken? Das ist eine der Fragen auf dem ersten "Deutschen EngagementTag". Die Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums steht unter dem Motto "Engagement für den Zusammenhalt in unserer Einwanderergesellschaft".

Die Patinnen Doris Janning und Eva Schottmayerund besuchen die Familie oft und spielen mit Ibrahim und Mohammed gern

Das Bundesfamilienministerium will sichtbar machen, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement sein kann.

Foto: Joanna Nottebrock

"Integration bleibt eine große Aufgabe. Aber wir haben schon viele Beispiele gesehen, wie sie gelingt", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung in Berlin. Sie betonte, dass die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen dazu beitrügen, "dass wir uns gegenseitig unterstützen, Solidarität leben und schließlich auch die vielen neuen zugezogenen Menschen dabei unterstützen, in Deutschland gut anzukommen".

Diese selbstständige Zivilgesellschaft sei eine wichtige Säule für die Demokratie, denn "Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom Zuschauen".

Vielfalt fördern und gute Rahmenbedingungen schaffen

Das unterstütze das Bundesfamilienministerium mit verschiedenen Programmen, die Vielfalt fördern und für gute Rahmenbedingungen sorgen sollen, erklärte Schwesig. Und da Integration vor allem mit persönlichen Begegnungen gelinge, habe man das Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen" gestartet. Damit sei es gelungen, in sechs Monaten rund 16.000 Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen zu bilden.

Und im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug engagierten sich mittlerweile mehr als 5.000 Personen, davon 32 Prozent mit eigener Fluchterfahrung, so die Ministerin.

Ziel der Tagung: Austausch und Vernetzung

Der Deutsche EngagementTag findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Verschiedene Partner sind daran beteiligt. Das zweitägige Programm beinhaltet unter anderem interaktive Workshops, Vorträge sowie eine "Toolbox" mit konkreten Instrumenten und Methoden der Engagementförderung. Schwerpunktthemen sind neben Erfahrungen aus dem Engagement in der Flüchtlingshilfe die Rolle von Migrantenorganisationen sowie die Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Im Gegensatz zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements oder dem Deutschen Engagementpreis steht bei dieser Tagung nicht in erster Linie die Würdigung des Engagements im Blickpunkt. Vielmehr geht es um die Vernetzung und den Austausch untereinander. Den Aktiven bietet sich beim EngagementTag eine Plattform für Diskussion, Wissenstransfer und Vernetzung.

Bei der Tagung werden zentrale Erkenntnisse gesammelt und am Ende zu einer gemeinsamen Botschaft gebündelt. Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Tagung auf der Webseite des Bundesfamilienministeriums veröffentlicht.

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