Deutscher Drehbuchpreis 2017

Das Geheimnis eines guten Films

Kulturstaatsministerin Grütters hat Angelina Maccarone für ihr Drehbuch "Klandestine" mit der goldenen Lola ausgezeichnet. "Das Gesamtkunstwerk Film lebt allein von der grenzenlosen Phantasie der Autoren", so Grütters bei der Preisverleihung. Das Skript zeigt, wie abhängig Menschen in einer globalen Welt voneinander sind.

Drei Frauen nebeneinander stehend.

Preisträgerin Angelina Maccarone mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters, links Jurymitglied Heide Schochow.

Foto: Kisorsy

Wir sehen die Bilder, wir hören die Dialoge. Doch für einen herausragenden Film bedarf es vor allem einer guten Geschichte. Das betonte Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei der feierlichen Verleihung des Deutschen Drehbuchpreises. Erst durch das erzählerisches Talent, die fesselnde Sprache und die Ideen und berührenden Geschichten der Drehbuchautoren lebe der Film, so Grütters.

Drehbuchpreis 2017 für "Klandestin"

Die Lola und damit die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging dieses Jahr an Angelina Maccarone mit ihrem Drehbuch "Klandestin". Sie setzte sich damit gegen ihre Mitnominierten Andreas Sinakowski mit "Glückliche Reise" und Jens Köster mit "Sing Für Mich" durch. In der Jurybegründung heißt es: "Das Drehbuch zeigt auf eindrückliche Weise, wie sehr wir Menschen in dieser globalen Welt miteinander verbunden und voneinander abhängig sind und fordert leidenschaftlich dazu auf, Privilegien zu teilen und Verantwortung zu übernehmen."

Der Deutsche Drehbuchpreis wird seit 1988 verliehen. Mit der Auszeichnung für das beste unverfilmte Drehbuch sind die "Goldene Lola" sowie eine Prämie in Höhe von 10.000 Euro verbunden. Für die Preisträgerin oder den Preisträger ist es darüber hinaus auf Antrag möglich, zusätzlich Fördermittel von bis zu 20.000 Euro für die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs zu erhalten. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Diese Summe wird auf die Preisprämie angerechnet.

Hochaktueller Stoff

"Klandestin", was soviel wie "geheim" bedeutet, handelt von vier Menschen, verbunden durch Einsamkeit, Trauer und Entwurzelung. Sie treffen in Brüssel aufeinander, wo jeder etwas von einem der Anderen will, aber alle trotzdem das Gleiche suchen: Heimat, Anerkennung, Liebe. Das raffiniert gebaute Skript erzählt konsequent aus vier Perspektiven eine hochaktuelle Geschichte über Menschen in einer globalisierten Welt.

Mehr Geld für Drehbücher

Kulturstaatsministerin Grütters betonte außerdem wie wichtig die beschlossene Aufstockung der Fördersumme für die Drehbuchförderung und die Einführung einer Drehbuchfortentwicklungs-Förderung sei. Diese soll Autorinnen und Autoren dabei unterstützen, Drehbücher in der erforderlichen Spitzenqualität für einen erfolgreichen Kinofilm zu entwickeln.

Beitrag teilen