Doppelspitze berufen

Chatrian und Rissenbeek neue Berlinale-Chefs

Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek leiten ab 2020 die Berlinale. Für Kulturstaatsministerin Grütters ist die Personalentscheidung eine ausgezeichnete Wahl. "Mit dem neuen Führungstandem behält die Berlinale auch in Zukunft ihren Platz in der Champions League der Filmfestivals".

Staatsministerin Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, mit Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian.

Kulturstaatsministerin Grütters mit dem neuen Berlinale- Führungsduo: Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek.

Foto: Bundesregierung/Plambeck

Bei seiner Sitzung am Freitag hat der Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH den Vorschlägen der Findungskommission zugestimmt und den 46-jährigen Filmpublizisten Carlo Chatrian zum neuen künstlerischen Direktor der Berlinale berufen. Der gebürtige Italiener leitet seit 2012 das Filmfestival in Locarno. Neue Geschäftsführerin wird Mariette Rissenbeek, die große Erfahrung im Umgang mit bedeutenden Filmfestivals mitbringt, insbesondere als langjährige Geschäftsführerin bei German Films.

Jünger, internationaler, experimentierfreudiger

Mit Blick auf Locarno verwies Kulturstaatsministerin Grütters auf die künstlerisch-kuratorische Kompetenzen, die Chatrian mitbringt. "Mit der Doppelspitze ist nun gewährleistet, dass die Berlinale als Publikumsfestival mit politischem Charakter und anspruchsvollem Filmprogramm erhalten bleibt und sich gleichzeitig weiter entwickelt". Seit den 90er Jahren arbeitete Chatrian als Filmkritiker, der gebürtige Turiner hat Literatur und Philosophie studiert.

Erfahrene Netzwerkerin führt die Geschäfte

Kontinuität und filmwirtschaftliche Kompetenz: Dafür stehe die künftige Geschäftsführerin der Internationalen Filmfestspiele, erklärte Kulturstaatsministerin Grütters. "Weiblicher wird die künftige Leitung mit Mariette Rissenbeek, die verschiedene Film-Festivals und alle deutschen Player kennt und über einen reichen Erfahrungsschatz und ein weit verzweigtes Netzwerk verfügt."

Berlinale hat erstklassigen Ruf

Die Suche nach Nachfolgern für den langjährigen Berlinale-Leiter Dieter Kosslick war nicht einfach. "Bei den vielen Gesprächen, die wir weltweit in der Nachfolgefrage geführt haben, hat sich der erstklassige Ruf der Berlinale einmal mehr eindrucksvoll bestätigt", so Grütters. Kosslicks Vertrag endet im Mai 2019. Die neue Leitung wird ihre Arbeit dann mit mehreren Monaten Vorlauf aufnehmen.

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