Kanzler Scholz entzündet Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor

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Jüdisches Leben essenzieller Teil Deutschlands   Kanzler Scholz entzündet Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor

Jüdische Menschen und ihr Glaube gehören untrennbar zu Deutschland. Ganz besonders nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel sei es wichtig, den Worten „Nie wieder“ Kraft zu verleihen, betonte Kanzler Scholz zu Beginn des Chanukka-Festes.

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Kanzler Scholz steht gemeinsam mit Rabbiner Yehuda Teichtal auf einer Hebebühne vor dem Brandenburger Tor und entzündet den Chanukka Leuchter.

Der Chanukka-Leuchter sei ein Symbol der Hoffnung, Zuversicht und der untrennbaren Zugehörigkeit jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu unserem Land, sagte der Kanzler.

Foto: Bundesregierung/Denzel

„Dieser Chanukka-Leuchter gehört genau hierher, vor das Brandenburger Tor, ins Herz unserer Hauptstadt!“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz, als er vor Ort die erste Kerze des Chanukka-Leuchters anzündete . Während des jüdischen Lichterfestes Chanukka werden acht Tage lang abends die Kerzen des Chanukka-Leuchters angezündet – jeden Tag eine mehr. In verschiedenen deutschen Städten gibt es auch an öffentlichen Plätzen große Chanukka-Leuchter. Der Bundeskanzler zeigte seine Wertschätzung für Jüdinnen und Juden in Deutschland und erinnerte an die Religionsfreiheit und das Recht auf freie Ausübung der Religion aus Artikel 4 (Absatz 2) des Grundgesetzes. „Wir nehmen es nicht hin, wenn jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger Angst haben müssen, offen ihre Religion, ihre Kultur, ihren Alltag zu leben.“ sagte Olaf Scholz.

Unterstützung für die jüdische Gemeinschaft

Er sei froh, „dass auch viele Bürgerinnen und Bürger die jüdische Gemeinschaft mit Worten und Taten unterstützen.“ Es gelte, „Mitgefühl und Solidarität zu zeigen, mit unseren jüdischen Nachbarn, Freunden, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen. Das ist in diesen Tagen besonders wichtig“, so der Kanzler.

Ganz besonders nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel sei es wichtig, den Worten „Nie wieder“ Kraft zu verleihen . Kanzler Scholz sprach allen, die am 7. Oktober und in der Zeit danach Freunde und Familienangehörige verloren haben, das Mitgefühl der gesamten Bundesregierung aus. Er mahnte, dass noch immer weit mehr als hundert Personen als Geiseln in der Gewalt der Terroristen seien und forderte ihre Freilassung. In Deutschland sieht der Bundeskanzler staatliche Stellen in der Verantwortung, jüdische Einrichtungen zu schützen. Außerdem gehen „Polizei und Justiz konsequent gegen jede Form von Antisemitismus , Terrorpropaganda und Menschenfeindlichkeit in Deutschland vor.“ versicherte Olaf Scholz.

Mit Chanukka denken Jüdinnen und Juden weltweit jedes Jahr an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem im zweiten Jahrhundert vor Christus. Die feierliche Zeremonie am Brandenburger Tor zu Beginn des diesjährigen Chanukkafestes leitete Rabbiner Yehuda Teichtal, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, nahm an der Feier teil und sprach ein Grußwort.