EU-Projekttag an Schulen

Chancen nutzen und Europa gestalten

Zum EU-Projekttag stellten sich nicht nur die Kanzlerin, sondern auch ihre Sprecher den Fragen der Jugendlichen. Christiane Wirtz besuchte die deutsch-türkische Carl-von Ossietzky-Schule und Georg Streiter das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Berlin. Auch eine Gelegenheit, mit Willkommensschülern zu sprechen.

Christiane Wirtz besuchte eine Willkommensklasse.

EU-Schulprojekttag: Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz im Gespräch mit Schülern in einer Willkommensklasse der Carl-von-Ossietzky-Schule.

Foto: Bundesregierung/Koall

Es geht um Europa - und die Chance, über Europa zu sprechen. Beim EU-Projekttag war Christiane Wirtz, stellvertretende Regierungssprecherin und stellvertretende Leiterin des Bundespresseamtes, zu Gast in der deutsch-türkischen Europaschule Carl-von-Ossietzky in Berlin. 100 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, bei der Podiumsdiskussion mit der stellvertretenden Regierungssprecherin ins Gespräch zu kommen.

Chancen der EU nutzen

Can, Defne und Juan leiteten die Diskussion. Sie hatten es nicht leicht, die vielen Fragen an die stellvertretende Regierungssprecherin ihrer Mitschüler zu moderieren. Hauptthema: die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei.

Mit Blick auf den Fall Böhmermann bildete die Frage "Darf Satire wirklich alles?" den Auftakt. Wirtz erklärte das Vorgehen der Bundesregierung und sprach über das hohe Gut der Meinungs- und Pressefreiheit in Europa. Im Laufe der Diskussion arbeiteten die Teilnehmer zugleich heraus, dass Sprache manchmal verletzend sein könne. Deshalb sollten Bräuche, Sitten oder Ehrbegriffe berücksichtigt werden.

Zum Abschluss rief Wirtz die Schülerinnen und Schüler dazu auf, sich weiterhin für Europa zu interessieren und es mitzugestalten. Sie sollten die Chancen, welche die Europäische Union bietet, nutzen und Europa kennenlernen.

Willkommensschüler gut aufgenommen

Seit April gibt es an der Carl-von-Ossietzky-Schule vier Willkommensklassen. Klassen für Kinder, die kein oder nur wenig Deutsch können. Die stellvertretende Regierungssprecherin nutzte die Gelegenheit, um mit zwölf sogenannten Willkommensschülern aus Syrien, Irak, Moldawien und Afghanistan zu sprechen.

Auch wenn sie gerne lernen, alle Schülerinnen und Schüler waren über diese Abwechslung ganz froh. Denn so konnten sie kurz das Grammatikheft weglegen. Die Willkommensschüler erzählten Wirtz, dass sie von ihren Berliner Mitschülern großartig aufgenommen worden seien. Auch wenn es noch nicht so einfach ist mit der deutschen Sprache: Ein Mitschüler bekommt trotzdem sein Geburtstagsständchen "Viel Glück und viel Segen...". Die stellvertretende Regierungssprecherin ermunterte alle, weiter zu lernen. Vielleicht gibt es ja 2017 bereits einen Geburtstagskanon.    

Aktuelles aus Europa hinter alten Gemäuern

Der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter im Gespräch mit Schülern des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums in Berlin-Pankow.

EU-Projekttag: Georg Streiter im Gespräch mit Schülern des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums in Berlin-Pankow.

Foto: Bundesregierung/Bilan

Auch am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, das 1909 gebaut wurde, stand der Nachmittag ganz im Zeichen der Europäischen Union. Hier besuchte Georg Streiter, der stellvertretende Regierungssprecher, die Pankower Schule. 31 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10/4 diskutierten mit Streiter über die gemeinsame Flüchtlingspolitik der EU. Auch hier mit dabei: drei Willkommensschüler.

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