Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union „ist ein tiefer Einschnitt für uns alle“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Videopodcast. Dies gelte sowohl für Deutschland als auch die weiteren Mitgliedsstaaten der EU. „Deutschland möchte aber enger Partner und Freund Großbritanniens bleiben, denn uns einen gemeinsame Werte.“

Die Europäische Union der verbliebenen 27 Staaten werde alles daran setzen, Europa weiter erfolgreich zu entwickeln. Bei allen Veränderungen, die der Austritt Großbritanniens mit sich bringt, ist es der Kanzlerin wichtig zu betonen, dass die Europäische Union und die Bundesrepublik gut vorbereitet sind. „Glücklicherweise ist es uns gelungen, ein Austrittsabkommen zu verabschieden,“ sagt Merkel. Für die Bürger wurden so bereits im Vorfeld sichere Grundlagen geschaffen. Im Abkommen sind die Rechte für EU-Bürger in Großbritannien und für Briten in der EU dauerhaft geregelt. Bis zum 31.12. dieses Jahres gilt zudem eine Übergangsphase – in dieser Zeit ändert sich für beide Seiten nichts – sowohl für die Menschen als auch für die Unternehmen.

In jedem Fall stünden intensive Verhandlungen mit Großbritannien an. „Das wird dieses Jahr bestimmen“, so Merkel. Diese würden von der Europäischen Kommission, insbesondere von Michel Barnier, stellvertretend für die Mitglieder geführt, um ein einheitliches Auftreten gegenüber Großbritannien sicherzustellen. Vorbild für einen künftigen Vertrag seien internationale Handelsabkommen. Die Kanzlerin verweist auf den integrierten Binnenmarkt und dessen Grundfreiheiten. „Je mehr Großbritannien von den Bedingungen des Binnenmarkts abweichen wird, umso stärker werden natürlich auch die Veränderungen unserer zukünftigen Beziehungen sein,“ sagt Merkel. Sie hoffe, dass die EU und Großbritannien schnellstmöglich ein gutes, langfristiges und umfassendes Abkommen schließen.