Bund stärkt vielfältige Orchesterkultur

Exzellenzinitiative fortgesetzt Bund stärkt vielfältige Orchesterkultur

Die deutsche Orchesterszene gilt in ihrer künstlerischen Vielfalt als weltweit einzigartig. Um sie zu stärken und ihr Freiräume zur Weiterentwicklung zu verschaffen, setzt der Bund das Programm „Exzellente Orchesterlandschaft“ bis 2024 fort. 

Orchestermusikerinnen beim Spiel

In ihrer Vielfalt weltweit einzigartig: 2014 wurde die deutsche Orchesterlandschaft ins nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Foto: picture alliance / ZB | Jens Kalaene

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Orchesterszene hart getroffen. Doch bereits seit Jahren sind deutsche Orchester und Musikensembles mit verschiedenen Veränderungsprozessen konfrontiert, auf die zu reagieren oft die nötigen Ressourcen fehlen. 

Der Bund hat daher 2017 eine Exzellenzinitiative gestartet. Sie soll Orchester dabei unterstützen, sich für die Zukunft neu aufzustellen und herausragende sowie innovative Projekte umzusetzen. Das auf mehrere Jahre angelegte Programm ist 2021 in die dritte Runde gegangen. Gefördert werden unter anderem die Duisburger Philharmoniker, das Göttinger Symphonieorchester, die Kammerakademie Potsdam und Concerto Köln. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien stellt dafür in diesem Jahr 4,5 Millionen Euro aus ihrem Haushalt zur Verfügung.

„Unser Ziel ist es, die weltweit einzigartige deutsche Orchesterlandschaft fit für die Zukunft zu machen“, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters dazu. Mit dem Programm „schaffen wir Freiräume für die Klangkörper und ermöglichen es ihnen, sich intensiv mit wichtigen Zukunftsfragen zu beschäftigen und neue Wege in der Präsentation und Vermittlung von Musik zu beschreiten“, so die Staatsministerin. 

Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“

Das Programm richtet sich bundesweit an öffentlich finanzierte Sinfonie- und Kammerorchester sowie freie Orchester und Ensembles vergleichbarer Größe, die neue Wege in der Erarbeitung, Präsentation und Vermittlung von Musik beschreiten wollen.

Sie können bis zu 400.000 Euro an Fördergeldern für einen Projektzeitraum von bis zu zwei Jahren beantragen. Voraussetzung ist, dass die Projekte nicht der regulären Arbeit der Orchester und Ensembles zuzurechnen sind und im Inland durchgeführt werden. 

Anträge für Projekte in der Spielzeit 2022/2023 können vom 15. März 2022 bis zum 15. April 2022 eingereicht werden. Eine Fachjury wählt die geförderten Projekte aus. 

Fördergrundsätze und weitere Informationen
Fördergrundsätze PDF, 337 KB, barrierefrei
FAQ PDF, 88 KB, barrierefrei

Bund und Länder haben die deutsche Orchesterlandschaft aufgrund ihrer weltweit einzigartigen Vielfalt 2014 in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Mit dem Förderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ setzt sich der Bund dafür ein, diese Diversität zu erhalten. Die erste Förderrunde des Programms fand 2017 bis 2019 statt. Angesichts der Corona-Krise wurde das Programm 2020 als Soforthilfe für die freie Orchesterszene genutzt. Die dritte Runde läuft bis Ende 2024.

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