Abkommen mit Sachsen unterzeichnet

Bund finanziert Fürst-Pückler-Park weiter

Der Bund und das Land Sachsen werden den "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" auch über 2016 hinaus mit mehr als einer Million Euro pro Jahr unterstützen. Mit vielen renovierten Gebäuden und einzigartigen Sichtachsen sei der Park "herausragendes Kulturerbe von nationalem und europäischem Rang", so Grütters.

Kulturstaatsministerin Grütters und Ministerpräsident Tillich unterzeichnen einen Vertrag im Fürst-Pückler-Park.

Mit Brief und Siegel: Die Zukunft des einmaligen Gartenreichs ist gesichert.

Foto: Stiftung 'Fürst-Pückler-Park Bad Muskau'

Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich haben in Bad Muskau das Abkommen zur Finanzierung des "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" verlängert. Der Bund und der Freistaat Sachsen unterstützen bis 2020 gemeinsam die "Stiftung Fürst Pückler Park Bad Muskau" jährlich in Millionenhöhe.

Das verlängerte Abkommen tritt am 1. Januar 2017 in Kraft und endet am 31. Dezember 2020. Bund und Freistaat unterstützen das Projekt mit je 1.063.000 Euro jährlich.

Kulturerbe mit einmaligem Ambiente

Der Park gehöre zweifellos zu den kulturellen Höhepunkten in Sachsen, so Grütters. Mit der weiteren Finanzierung würdigten der Freistaat und der Bund nachhaltig diese herausragende Kulturerbe von nationalem und europäischen Rang, so Grütters. "Besonders das wieder aufgebaute Neue Schloss, Herzstück des Parks, und zahlreiche restaurierte Gebäude geben dem Gartenreich sein einmaliges Ambiente." Auch an der Sanierung des Schlosses hatte sich der Bund maßgeblich beteiligt.

Deutsch-polnisches Gemeinschaftsprojekt

2004 wurde der Park als gemeinsames polnisch-deutsches Kulturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. So betonte Grütters auch den Stellenwert des Parks für das deutsch-polnische Verhältnis. "Der Park ist als deutsch-polnisches Gemeinschaftsprojekt ein Musterbeispiel für unsere gutnachbarschaftlichen Kulturbeziehungen."

Mit dem Rad zur Unterzeichnung

Kulturstaatsministerin Grütters und Ministerpräsident Tillich fahren mit dem Fahrrad durch den Fürst-Pückler-Park.

Kleiner Grenzverkehr auf Rädern

Foto: Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau"

Kulturstaatsministerin Monika Grütters begann ihren Besuch im polnischen Teil des Parks. In der historischen Baumschule übernahm sie die Patenschaft der "Gelben Sächsischen Renette", der sächsischen Obstsorte 2016. Mit dem Rad ging es dann durch den Park zum Mausoleum. Vom Lieblingsplatz Pücklers reicht der Blick weit ins Neißetal bis zum Schloss. Weiter ging es nach einer Teepause am englischen Haus, von Pückler als Ausflugslokal gedacht, zur Gloriette. Der kleine Pavillon - auf deutscher Seite - bietet einen Blick auf die Wiesen des Tals der Neiße wie auch zum Neuen Schloss, dem Endpunkt der kleinen Tour.

Begleitet wurden Grütters und Tillich von der Marschallin der Woiwodschaft Lebus, Elzbieta Polak sowie vom Vorsitzenden des Siftungsrats der Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau", Hansjörg König, sowie vom Vorsitzenden des Fördervereins, Michael Kretschmer.

Besuch in der ehemaligen Görlitzer Synagoge

Am Nachmittag hatte die Kulturstaatsministerin Görlitz besucht. Michael Kretschmer, Abgeordneter für den Landkreis im Bundestag, hatte Grütters eingeladen. Neben dem Eintrag in goldene Buch und einem Rundgang durch die historische Stadt, besuchte die Kulturstaatsministerin auch die ehemalige Synagoge. In deren Sanierung (2012-2016) flossen mehr als 900.000 Euro aus dem Denkmalpflegeprogramm. Im Bundeshaushalt 2016 stehen Investitionsmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro bereit. Steuert das Land den gleichen Betrag bei, kann die Sanierung der Synagoge bis 2019 beendet sein.

Der "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" ist eine von drei länderübergreifenden UNESCO-Weltkulturerbestätten in Deutschland. Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) schuf mit ihm einen Höhepunkt der klassischen Landschaftsgärten in Zentraleuropa nach englischem Vorbild. Er ließ die 800 Hektar große Anlage mit den Mitteln der "Naturmalerei" als harmonisches Gartenkunstwerk gestalten.

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