International vernetzt in Bildung und Forschung

Bericht zur internationalen Kooperation International vernetzt in Bildung und Forschung

Die deutsche Forschungs- und Bildungslandschaft ist europäisch und international hervorragend vernetzt. Die Zusammenarbeit mit Afrika schreitet voran. Immer mehr Menschen weltweit zieht es zum Studieren und Forschen nach Deutschland. Das sind Ergebnisse des aktuellen Berichts zur internationalen Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung, der nun vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

Junge Menschen unterschiedlicher Hautfarben sitzen in einem vollen Hörsaal.

Rund 13 Prozent aller Studierenden an deutschen Universitäten und Hochschulen kommen aus dem Ausland.

Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

"Erfolgreiche Forschung braucht internationale Zusammenarbeit. Nur so kann auch die Forschung Antworten auf die globalen Herausforderungen unserer Zeit - wie zum Beispiel den Klimawandel - finden." Das betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung legt alle zwei Jahre den Bericht der Bundesregierung zur internationalen Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung vor. Der aktuelle Bericht umfasst Informationen über die europäischen und internationalen Maßnahmen und Aktivitäten der Bundesregierung in den Jahren 2017 und 2018.

Internationale Wissenschaftsnetzwerke

Der Bericht zeigt, dass die deutsche Bildungs- und Forschungslandschaft auf internationale Kooperation setzt und bereits heute hervorragend auf europäischer wie auch auf internationaler Ebene vernetzt ist. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, diese Vernetztung weiter zu pflegen und zu stärken. So stellte allein das Bundesbildungsministerium im Jahr 2018 rund 978 Millionen Euro zur Förderung der internationalen Kooperation bereit, inklusive der Beiträge für internationale FuE-Infrastrukturen und -Programme. Darüber hinaus hat das Ministerium verschiedene große forschungs- und innovationspolitische Initiativen ins Leben gerufen, darunter die Exzellenzstrategie, die Hightech-Strategie 2025, die Umsetzungsstrategie Digitalisierung und die KI-Strategie

Der Rahmen für die Zusammenarbeit Deutschlands mit seinen internationalen Partnern ist in der  Internationalisierungsstrategie aus dem Jahr 2017 festgelegt. Eine zentrale Forderung der Strategie ist der Aufbau von Kooperationen mit den aufstrebenden Wissenschaftsnationen unter den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Forschungs- und Bildungszusammenarbeit mit Afrika

Schwerpunktthema des Berichts ist Afrika. Als herausragendes Beispiel deutsch-afrikanischer Wissenschaftskooperation nennen die Autoren die vom Bundesforschungsministerium geförderte Initiative "Forschungsnetzwerk für Gesundheitsinnovationen in Subsahara-Afrika". Ziel der Initiative ist es, Krankheiten zu erforschen, die die Menschen in Afrika besonders gefährden. Daneben geht es auch um den Auf- und Ausbau von Forschungskapazitäten sowie die Stärkung der innerafrikanischen Vernetzung. Bis 2021 stellt das Bundesforschungsministerium dazu rund 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Um die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Deutschland und den Ländern Subsahara-Afrikas voranzutreiben, verabschiedete das Bundesforschungsministerium im November 2018 die  Afrika-Strategie. Diese sieht mindestens 300 Millionen Euro für künftige deutsch-afrikanische Kooperationen vor.

Deutschland als Studien- und Forschungsstandort

Der Bericht zeigt auch: Deutschland wird als internationaler Studien- und Forschungsstandort immer beliebter. Bereits im Wintersemester 2016/2017 wurde die ursprüngliche Zielmarke von 350.000 ausländischen Studierenden an deutschen Universitäten und Hochschulen übertroffen. Mittlerweile liegt die Zahl bei 375.000 - das entspricht einem Anteil von 13 Prozent aller Studierenden. Damit zählt Deutschland weltweit zu den fünf größten Gastländern für internationale Studentinnen und Studenten. 

Von großer Bedeutung ist auch das europäische Förderprogramm Erasmus + für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Mehr als 40.000 Studentinnen und Studenten und rund 5.100 Hochschulangehörige konnten bislang von der Förderung profitieren.