Bessere Förderung für Städte

Stadtentwicklung Bessere Förderung für Städte

Bundesbauministerin Barabara Hendricks will Kommunen dabei unterstützen, soziale Probleme in benachteiligten Wohnvierteln zu bewältigen. Dafür soll unter anderem das Förderprogramm "Soziale Stadt" auf bis zu 150 Millionen Euro aufgestockt werden.

Menschen unterschiedlicher Herkunft auf der Straße.

Städtisches Zusammenleben bewahren

Foto: Sebastian Bolesch

In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" sagte die Ministerin: "Es geht darum, Quartiere vor dem Abrutschen zu bewahren. Probleme entstehen vor allem, wenn viele schlecht integrierte Menschen in unzureichendem Wohnraum zusammen sind." Hendricks hebt hervor, dass rund 12 bis 15 Städte in Deutschland besondere Probleme hätten, darunter Duisburg, Dortmund und Offenbach. Ein Teil des Förderprogramms "Soziale Stadt" soll den wenigen Städten mit diesen besonderen Problemlagen zugutekommen.

Das Bauförderprogramm "Soziale Stadt" besteht seit 1999 und soll von 40 Millionen Euro auf bis zu 150 Millionen Euro aufgestockt werden. Das Programm fördert etwa den Bau von Stadtteiltreffs, aber auch den Erwerb und die anschließende Sanierung von sogenannten Schrottimmobilien. Quartiersmanager, die die Menschen direkt ansprechen und so Konflikte vermeiden helfen, werden ebenfalls gefördert.

Zuwanderung ist ein Gewinn

Bereits vor einer Woche hat Ministerin Hendricks in einem Gespräch mit Vertretern von 13 deutschen Städten sowie Vertretern der Bundesregierung das Problem erörtert. Im Hinblick auf die auch durch die Zuwanderung ärmerer Bevölkerungsgruppen entstandenen Probleme betonte sie: "Zuwanderung ist ein großer Gewinn und notwendig für unsere Gesellschaft. Wir sollten daher gemeinsam daran arbeiten, den Zuwanderern den Start in ihr neues Umfeld zu erleichtern."