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Seit 1999 unterstützt das Stipendienprogramm „Writers in Exile“ des PEN-Zentrums Deutschland geflüchtete Schriftstellerinnen und Schriftsteller – von Beginn an zu 100 Prozent vom Bund finanziert. Anlässlich eines Empfangs zu 20 Jahren „Writers in Exile“ im Bundeskanzleramt sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Gerade Deutschland trägt aufgrund seiner Vergangenheit eine große Verantwortung dafür, die Freiheit der Kunst zu schützen. Deshalb helfen wir verfolgten Künstlerinnen und Künstlern, damit sie bei uns in Freiheit arbeiten können und mit ihrer Stimme Gehör finden – in Deutschland, in ihren Heimatländern und weltweit.“

Das Programm „Writers in Exile“ bietet geflüchteten Künstlerinnen und Künstlern finanzielle Unterstützung, Orientierungshilfe im Alltag sowie Kontakte zu anderen Autorinnen und Autoren. In Hinblick auf das 20-jährige Jubiläum des Programms sprach Monika Grütters von einer „vorbildlichen Erfolgsgeschichte“.

Bei dem heutigen Empfang stellte Monika Grütters zudem die Studie „Exil in der Bundesrepublik Deutschland“ der Universität Osnabrück vor. Die Untersuchung hatte die Kulturstaatsministerin zu Jahresbeginn in Auftrag gegeben, um sich ein genaueres Bild über die Lebenssituation verfolgter Schriftstellerinnen und Schriftsteller hierzulande zu machen, denn ein Leben im Exil ist immer Chance und Herausforderung zugleich.

Wie nicht anders zu erwarten, sind viele Exilantinnen und Exilanten beindruckt vom hohen Stellenwert der künstlerischen Freiheit, die sie in Deutschland genießen. Zudem bietet Deutschland viele erfolgreiche Förderungsmöglichkeiten für geflüchtete Künstlerinnen und Künstler, in der Studie werden allein 65 Kulturprojekte dargestellt, die sich speziell an Exilkünstler richten.

Die Studie unterbreitet darüber hinaus verschiedene Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation von Exilkünstlern. So sei es zum Beispiel notwendig, die Visaverfahren zu erleichtern. Auch in Hinblick auf Diversität im deutschen Kulturbetrieb gibt es nach wie vor Verbesserungsbedarf, etwa bei der Besetzung von Jurys. Zudem wird empfohlen, Anlaufstellen einzurichten, die über die Besonderheiten der deutschen Kulturförderung informieren.