Das Bauhaus gilt als eine der weltweit einflussreichsten Schulen für Architektur, Kunst und Design im 20. Jahrhundert. Das Jubiläumsjahr zu seinem 100-jährigen Bestehen wird am 16. Januar in Berlin durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offiziell eröffnet. Den Auftakt macht ein internationales Eröffnungsfestival. Es lädt dazu ein, das vor 100 Jahren in Weimar gegründete Bauhaus neu zu entdecken und seinen vielfältigen Spuren und Impulsen zu folgen. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt lassen in der Akademie der Künste neun Tage lang den Geist des Bauhauses wieder aufleben und interpretieren ihn neu.

„Während der Zeit seines Bestehens zwischen 1919 und 1933 war das Bauhaus ein Ort für Experimente, für neue Ideen, Formen und Materialien“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters. „Es ging den Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen nicht nur um eine neue Philosophie der Gestaltung. Das Bauhaus folgte dem Anspruch, kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs gesellschaftlich einen Aufbruch zu wagen. So war das Bauhaus eine politisch wirkmächtige Schule der Moderne, die Künstlergenerationen bis heute inspiriert.“

Zum 100. Geburtstag des Bauhauses haben sich der Bund, vertreten durch die Kulturstaatsministerin, die Kulturstiftung des Bundes, sowie die Länder zusammen mit den Bauhaus-Einrichtungen in Berlin, Dessau und Weimar, zum Bauhaus-Verbund 2019 zusammengeschlossen. Das Jubiläumsprogramm mit über 700 Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten steht unter dem Motto „Die Welt neu denken“. Die Staatsministerin für Kultur und Medien stellt für das Veranstaltungsprogramm mit der Kulturstiftung des Bundes rund 21 Millionen Euro zur Verfügung.

Kulturstaatsministerin Grütters: „Das Jubiläumsfestival bildet den Auftakt zum Bauhaus-Jahr 2019, das wir mit einem facettenreichen Programm überall in Deutschland begehen. Es bietet die große Chance, viele Menschen für die Ideen des Bauhauses zu begeistern und zu zeigen, welche Relevanz die Ideen der ‚Bauhäusler‘ für eine weltoffene und freiheitliche Gesellschaft bis heute haben.“

Ein Höhepunkt des Bauhaus-Jahres ist die „Grand Tour der Moderne“ unter der Schirmherrschaft der Kulturstaatsministerin, die zu 100 Bauten der Moderne in Berlin, Dresden und Stuttgart, aber auch in Löbau, Krefeld und Bernau führt. Weit über Deutschland hinaus weist das internationale Projekt „bauhaus imaginista“, das sich mit Ausstellungen in Japan, China, Russland und Brasilien der weltweiten Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte des Bauhauses widmet. Eine Gesamtschau dieses Projekts wird im Frühjahr 2019 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu sehen sein.

Im Fokus der Feierlichkeiten stehen die zentralen Wirkungsstätten des Bauhauses in Weimar, Dessau und Berlin. In allen drei Städten werden Bauhaus-Museen als nachhaltiger Beitrag zum Jubiläum neu errichtet oder umgebaut. Gemeinsam mit den jeweiligen Ländern finanziert die Kulturstaatsministerin diese Baumaßnahmen mit rund 52 Millionen Euro mit.

Weitere Informationen unter www.bauhaus100.de