Internationale Grüne Woche in Berlin

"Landwirtschaft mit Herz und Drohne"

Wie sieht ein digitaler Stall aus? Wozu sind intelligente Verpackungen gut? Und was isst man in Finnland? Diese und andere Fragen beantwortet die Internationale Grüne Woche 2019 seit Freitag. Auch die Bundesregierung ist vielfältig vertreten.

Ein Mann mit Finnland-Schürze im Gespräch mit einem Gast der Grünen Woche. Neben dem Mann werden Häppchen auf einem Holzbrett zur Verkostung angeboten.

Noch bis zum 27. Januar können Besucher finnische und deutsche Köstlichkeiten probieren.

Foto: Messe Berlin

1.750 Aussteller, 61 Länder, rund 300 Fachforen - Berlin sieht vom 18. bis 27. Januar grün. Besucher der 84. Internationalen Grünen Woche (IGW) können internationale und regionale Spezialitäten aus aller Welt probieren und sich rund um die Themen Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau informieren. Gleichzeitig bietet die Messe zahlreiche Foren und Veranstaltungen für Fachbesucher. Ein Höhepunkt: das 11. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen wird. "Ich freue mich, dass ich mit vielen Landwirtschaftsministerinnen und -ministern aus allen Ländern Gespräche führen kann", so Merkel im Vorfeld des Forums.

Die jährlich stattfindende Internationale Grüne Woche ist die wichtigste Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau weltweit. Jährlich kommen gut 400.000 Besucherinnen und Besucher, um sich etwa über aktuelle kulinarische Trends oder Innovationen in der Landwirtschaft zu informieren. Gastgeber der diesjährigen IGW ist Finnland. Unter dem Motto "Aus der Wildnis" legt das skandinavische Land den Fokus auf die Vielfalt seiner heimischen Produkte und Spezialitäten.

"Landwirtschaft mit Herz und Drohne"

Unter dem Motto "Und was gibt´s morgen? Landwirtschaft mit Herz und Drohne" zeigt das Bundeslandwirtschaftsministerium auf der IGW, warum Sortenvielfalt wichtig ist, was moderne Pflanzenzüchtung ausmacht und wie Landwirtschaft 4.0 aussieht. Beispielsweise können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie Fütterungs- und Entmistungsroboter funktionieren und wie intelligente Verpackungen mit Hilfe eines integrierten Sensors die Frische der enthaltenen Lebensmittel prüfen. Darüber hinaus gibt es vielfältige Informations- und Mitmachangebote, darunter zu ausgewogener Ernährung und nachhaltigem Konsum, Tierwohl und Verbraucherschutz. Auch Informationen zum Ökolandbau und Angebote, die "Lust aufs Land" machen, sind auf der Messe zu finden. Desweiteren gibt es für Gäste der IGW zahlreiche Möglichkeiten, um mit Fachleuten aus Politik und Wissenschaft zu diskutieren und mit Landwirten ins Gespräch zu kommen.

Kakao, Kaffee, Cashew

Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist mit seinen Partnern vertreten. Der Auftritt steht unter dem Motto: "EINEWELT ohne Hunger ist möglich". In einer interaktiven Ausstellung wird der Weg von der Kakaoplantage bis zum Schokobrunnen und vom Cashewbaum bis in die Müslischale nachgezeichnet. Darüber hinaus können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sie selbst im Alltag zu fairem Handel und besserer Ernährung in Entwicklungsländern beitragen können.

Global Forum for Food and Agriculture

Am 17. Januar startete das 11. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) - kurz: Welternährungskonferenz. Gastgeber ist Deutschland. Zur Konferenz werden mehr als 2.000 internationale Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik erwartet. Unter dem Motto "Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft" tauschen sie sich über den Einsatz digitaler Technologien und deren Auswirkungen auf Natur, Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Den Abschluss des GFFA bildet die Berliner Agrarministerkonferenz am 19. Januar. Mit Landwirtschaftsministerinnen und –ministern aus rund 70 Ländern sowie Vertretern internationaler Organisationen ist dieses Treffen jedes Jahr eine der wichtigsten internationalen agrarpolitischen Veranstaltungen.

Im Mittelpunkt der 11. Welternährungskonferenz steht eine der wichtigsten globalen Herausforderungen dieser Zeit: die Ernährung der stetig wachsenden Weltbevölkerung zu sichern und gleichzeitig Ressourcen, Umwelt und Klima zu schützen. Hier gilt es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Zur Bedeutung der Digitalisierung für die Landwirtschaft wird die Bundeskanzlerin am 18. Januar sprechen.

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Fragen einer modernen Infrastruktur und einer guten Gesundheitsversorgung, attraktiver Arbeitsplätze und guter Erreichbarkeit wie auch kultureller und schulischer Bildungsangebote auf dem Lande - darum geht es beim "Zukunftsforum Ländliche Räume – Gemeinsame Aufgabe für Staat und Gesellschaft". Die deutschlandweit größte Netzwerkveranstaltung zur Zukunft der ländlichen Entwicklung findet am 23. und 24. Januar statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird das Forum eröffnen.

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