Schülerwettbewerb für Europa

"Europa, chill mal!"

"In Vielfalt geeint – Europa zwischen Tradition und Moderne" lautete der Titel des europäischen Wettbewerbs 2017. 85.000 Jugendliche haben in diesem Jahr teilgenommen – eine Rekordzahl. Drei Tage lang kommen die Gewinner nach Berlin. Kulturstaatsministerin Grütters begrüßte die Jugendlichen im Bundeskanzleramt.

64. Europäischer Wettbewerb der Bundesregierung im Bundespresseamt: Der Sieger hält sein Werk in die Kamera

Mark Reindl bediente sich der griechischen Mythologie. Sein Motiv: die Europa.

Foto: Jens Gyarmaty

Die Ursprünge unseres gemeinsamen Europas kombiniert Mark Reindl, einer der Gewinner des Wettbewerbs, in seinem Bild mit der Flüchtlingsfrage und Europas Zwiespalt. "Es ist die Sorge, dass Europa sich vielleicht zu viel vorgenommen hat", so der 22-jährige Schüler von der Louis-Lepoix-Schule in Baden Baden. "Die Europa muss den Stier nun ziehen und reitet nicht mehr auf ihm!", erklärt er seine Motivwahl aus der griechischen Mythologie. "Seit über 60 Jahren leben wir in Europa in Frieden zusammen, das ist ein Verdienst Europas und deshalb müssen wir alles dafür tun, dass das trotz Schwierigkeiten so bleibt", so Mark Reindl.

Vielfältig kreativ

Aufgabe war es, auf Spurensuche in Europas reichen Kulturschatz zu gehen und die kulturelle Vielfalt Europas selbstständig zu erforschen: Durchaus mit kritischen Blick auf Europa setzten die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland ganz unterschiedlich das Motto des 64. Schülerwettbewerbs um. Die nach Europa kommenden Flüchtlinge, Populismus und damit die Uneinigkeit Europas im letzten Jahr, aber auch Klimaschutz und die kulturellen Ursprünge Europas sind immer wiederkehrende Motive.

Der Kreativität der Jugendlichen waren keine Grenzen gesetzt. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge reichten vom Gemälde über den Trickfilm, die Plakatserie, Comics bis zum Hip-Hop-Video.

Hier ein "Best-of"-Film der spannendsten Beiträge.

Gewinnerreise ins Kanzleramt und Bundespresseamt

Für 24 Gewinnerinnen und Gewinner der Bundesjury gab es einen besonderen Preis: Bundeskanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert luden sie vom 5. bis 7. Juli nach Berlin ein. Auf dem Programm standen Gespräche im Bundeskanzleramt, im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung sowie bei der Europäischen Kommission.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters empfing die Gewinner im Bundeskanzleramt und diskutierte mit ihnen über aktuelle politische Themen.

Der Europäische Wettbewerb fand 2017 zum 64. Mal statt. Mit jährlich gut 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an bundesweit über 1.000 Schulen ist er seit dem Gründungsjahr 1953 nicht nur der älteste, sondern auch einer der renommiertesten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Jugendliche von der ersten Klasse bis zum Abitur sind aufgerufen, zu aktuellen europäischen Themen kreative Beiträge einzureichen. Mittels der EU-Plattform eTwinnig und virtuellen Klassenzimmern können auch Schulklassen aus verschiedenen europäischen Ländern gemeinsam Wettbewerbsbeiträge einreichen.

65. Europäischer Wettbewerb

Der nächste Wettbewerb wird bereits geplant und ist bereits online!

"Denk mal – worauf baut Europa?" – fragt der Europäische Wettbewerb im kommenden Schuljahr die jungen Europäerinnen und Europäer an deutschen Schulen und lädt sie dazu ein, Europas Fundament freizulegen: Für wen oder was möchtest du ein Denkmal bauen? Welches Gebäude, welches Handwerk, welche Vereinskultur begeistert dich? Gibt es eine Verbindung zwischen Hofmalern und Selfies? Was wird das Medienzeitalter der Nachwelt hinterlassen?

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