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Die Europäische Entwicklungszusammenarbeit

Mit ihrer Entwicklungszusammenarbeit will die Europäische Union die Armut in der Welt bekämpfen und auf längere Sicht beseitigen. Damit leistet sie ihren Beitrag für Stabilität und Wohlstand in der Welt sowie für die Sicherheit in Europa.  

Arbeit am ComputerBild vergrößern Entwicklungspolitik Foto: R.Maro/version-foto.de

Die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten erbringen rund 60 Prozent der weltweiten Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit. Jeden Monat sind das über eine Milliarde Euro.

Die EU hat mit mehr als 160 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika Abkommen über bevorzugten Handel, über technische und finanzielle Hilfe oder politische Zusammenarbeit abgeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Armut zu bekämpfen, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern sowie die Menschenrechte und Demokratie zu stärken.

2012 standen zur Bekämpfung der Armut auf der ganzen Welt und zur Förderung von Demokratie und Respekt vor Menschenrechten 2,6 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit konkreten Projekten leistet die EU Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Strategie entspricht auch der Linie der Bundesregierung in der Entwicklungspolitik. Die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer zahlten 2010 zusammengerechnet aus ihren nationalen Haushalten rund 54 Milliarden Euro an Entwicklungsfinanzierung. Die jährlichen gemeinsamen Ausgaben liegen bei etwa acht Milliarden Euro. Dies entsprach 0,43 Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung. Für 2015 sind 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts (BSP) angepeilt. Bisherige Planungen des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) sehen für 2014 bis 2020 etwa 34 Milliarden Euro für den gemeinsamen Entwicklungsfonds vor.

Die Entwicklungsfinanzierung der EU besteht zum einen Teil aus Zuschüssen zum anderen aus zinsgünstigen Darlehen und Investitionskapital der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Als größter Binnenmarkt der Welt ist die EU der wichtigste Handelspartner der Dritten Welt. Die Union fördert die Entwicklung auch über den Handel, indem sie ihre Märkte für Produkte aus diesen Ländern öffnet. 2001 wurden unter dem Motto "Alles außer Waffen" für alle Produkte mit Ursprung in den am wenigsten entwickelten Ländern die Zölle und Quoten für den Import in die EU abgeschafft.

Die besonderen Handelsbeziehungen zwischen der EU und 79 Ländern in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP-Staaten) sind beispielhaft für die Öffnung der Märkte reicher Länder für die Produkte armer Länder. Mit der 2007 gegründeten strategischen Partnerschaft Afrika-EU wurden die Vertiefung der Beziehungen und die Intensivierung der Anstrengungen in der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika eingeleitet.

Stand: August 2013