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Energie sparen durch Kraft-Wärme-Kopplung

Blockheizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung verwerten die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht. So produzieren die Anlagen gleichzeitig Wärme und Strom und nutzen so den Brennstoff viel effizienter als bei der Produktion in getrennten Anlagen.

Familie mit einem Mini-Heizkraftwerk.Bild vergrößern Blockheizkraftwerke können gleichzeitig Strom, Heizwärme und Warmwasser erzeugen. Foto: SenerTec

Das schont auch das Klima, denn geringere Brennstoffmengen bedeuten auch weniger klimaschädliche CO2-Emissionen. Weiterhin können Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die schwankende Stromeinspeisung aus Energiequellen wie Wind und Sonne im Stromnetz ausgleichen.

Die Bundesregierung weitet nun die Förderung von KWK-Anlagen aus und beschleunigt den Ausbau dieser Technologie. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 ihren Anteil der Stromerzeugung auf 25 Prozent anzuheben. Derzeit liegt er bei etwa 15 Prozent. KWK-Anlagen sind auch geeignet, Schwankungen in der Stromerzeugung, wenn Wind oder Sonne nicht ausreichen, auszugleichen.

Mit der Anfang 2016 in Kraft getretenen Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) wurde die Förderung von KWK-Anlagen deutlich verbessert. Damit soll sichergestellt werden, dass die hoch effiziente und klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der weiteren Umsetzung der Energiewende in Deutschland spielt.

Was sich ändert

Zum einen soll das gesamte Fördervolumen für KWK-Anlagen von 750 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Um die Klimaziele der Bundesregierung einzuhalten, sollen zum anderen bestehende Kraftwerke auf eine besonders CO2-arme Erzeugung durch Gas umgestellt werden. Neue Anlagen sollen nur dann unterstützt werden, wenn sie mit Gas arbeiten. Der Neu- und Ausbau von Wärmenetzen und -speichern wird weiter gefördert.

Bis zum Jahr 2020 will Deutschland 40 Prozent weniger CO2 ausstoßen. Dafür müssen zusätzliche 22 Millionen Tonnen eingespart werden. KWK-Anlagen sollen dazu 4 Millionen Tonnen beitragen. Das hat die Regierungskoalition neben anderen Weichenstellungen für die Energiewende am 1. Juli 2015 beschlossen.

Förderung von Mini-Blockheizkraftwerken

Und auch Eigentümer, Mieter oder Pächter von Bestandsbauten können von der Förderung profitieren. Seit dem 1. April 2012 unterstützt die Bundesregierung finanziell die Anschaffung von Mini-KWK-Anlagen. Neue Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 Kilowatt (kW)  können laut Förderprogramm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, gestaffelt nach der elektrischen Leistung der Anlagen. So erhalten beispielsweise sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete Geräte mit einer Leistung von 1 kW 1.500 Euro, große Anlagen mit 19 kW hingegen 3.450 Euro. Förderanträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) entgegen. 

Seit 1. Januar 2015 ist die Novelle der Richtlinie von „Mini-KWK-Anlagen“ in Kraft. Sie sieht eine Anhebung der Fördersätze für kleinere Anlagen vor. Zudem gibt es künftig einen Bonus "Wärmeeffizienz" (+ 25 Prozent). Damit soll sich die thermische Effizienz und damit der Gesamtwirkungsgrad der geförderten Mini-KWK-Anlagen verbessern. Mit dem Bonus "Stromeffizienz" (+ 60 Prozent) will die Bundesregierung Impulse zur beschleunigten Markteinführung von Anlagen mit besonders hoher Stromeffizienz, z. B. Brennstoffzellen, auslösen. Förderanträge sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einzureichen.

Seit Beginn des Programms im Jahr 2012 wurden insgesamt 6.655 Anlagen mit rund 14 Millionen Euro gefördert und Investitionen von rund 147 Millionen Euro ausgelöst. Die elektrische Gesamtleistung der geförderten Mini-KWK-Anlagen beträgt bereits mehr als 33.000 Kilowatt.

Riesiges Potential

In Deutschland werden zur Zeit rund 26 Millionen Wohnungen mit circa 17 Millionen Zentralheizungen versorgt. Nur ein Zehntel dieser Heizkessel entspricht dem Stand der Technik. Und 20 Prozent sind älter als 24 Jahre mit schlechten Wirkungsgraden unter 65 Prozent. Veraltete Heizungsanlagen durch hoch energieeffiziente Mini-KWK-Anlagen zu ersetzen, schont nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel.