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Geteiltes Deutschland 1945 – 1990

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernehmen die Siegermächte USA, Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Herrscht zunächst noch Einigkeit über die Entwicklung des Landes, führen unterschiedliche Interessen der Siegermächte zur Spaltung Deutschlands, die lange Bestand haben wird.

Das Grenzdenkmal Hötensleben dokumentiert die von der ehemaligen DDR errichtete innerdeutsche Grenze noch relativ vollständig. Hier werden alle militärisch wichtigen Elemente der Grenzanlage gezeigt. Seit 1990 steht diese Anlage unter Denkmalschutz. Innerdeutsche Grenze: Viele Jahre teilte sie Deutschland Foto: Bundesregierung/Reineke

Kriegsende und Neuanfang

1945: Ende des Zweiten Weltkrieges – Deutschland kapituliert. Städte und Dörfer sind zerstört, die deutsche Wirtschaft liegt am Boden, eine Regierung, die das Land regieren könnte, gibt es nicht mehr. Die vier Siegermächte übernehmen die Macht und teilen Deutschland in vier Besatzungszonen. Mit dem Potsdamer Abkommen vereinbaren die Siegermächte Grundsätze zur deutschen Entwicklung.

Brandenburger Tor in einer Trümmerlandschaft am Ende des Zweiten Weltkrieges (Mai 1945).Bild vergrößern Kriegsende 1945: Ein Land liegt in Trümmern Foto: Bundesregierung

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Bröckelnde Einigkeit, wachsendes Misstrauen

1947 bis 1949: Die Einigkeit der vier Siegermächte, die zum Potsdamer Abkommen geführt hatte, hält nicht lange an. Unterschiedliche Interessen bestimmen die Entwicklung in den Besatzungszonen. Auf der Londoner Sechsmächtekonferenz wird die Bildung eines westdeutschen Staates beschlossen. In Ostdeutschland entsteht ein Staat nach sowjetischem Vorbild. Die Widersprüche zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion werden immer deutlicher.

Die Staatsmänner der Siegermächte sitzen an einem runden Tisch in Potsdam und beraten über die Zukunft DeutschlandsBild vergrößern Die Einigkeit der Potsdamer Konferenz hält nicht lang Foto: Bundesarchiv

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Annäherung und Wiedervereinigung

1949 bis 1990: Vier Jahre nach Kriegsende ist Deutschland in zwei Staaten geteilt. Sowohl politisch als auch wirtschaftlich und sozial entwickeln sich beide Teile sehr unterschiedlich. Zu einer ersten vorsichtigen Annährung kommt es erst Ende der sechziger Jahre. Es beginnt eine Zeit der Entspannung und Annäherung. Gegenseitige Treffen der Regierungen bleiben aber ohne konkrete Ergebnisse. Eine Veränderung bringt erst die friedliche Revolution 1989 – sie bereitet die Wiedervereinigung vor.

Bei der Reise von Bundeskanzler Willy Brandt in die DDR treffen am 19. März 1970 in Erfurt zum ersten Mal in der Geschichte der beiden deutschen Staaten zwei deutsche Regierungschefs aufeinander. Bundeskanzler Brandt (r.) und DDR-Ministerpräsident Willi …Bild vergrößern Erfurt 1970: Erstes innerdeutsches Gipfeltreffen zwischen DDR-Ministerpräsident Stoph und Bundeskanzler Brandt (r.) Foto: Bundesregierung/Wegmann

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